Politik

Bund/Länder folgen NRW-Modell Weihnachtsferien doch erst ab 19. Dezember

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(Foto: imago images/Stefan Zeitz)

Hinter den Kulissen wird um Schritte im Kampf gegen Corona hart gerungen: Diskussion gibt es unter anderem um den Beginn der Weihnachtsferien. Am Ende setzen sich offenbar die Länder durch.

Im Ringen um weitere Maßnahmen im Kampf gegen Corona favorisieren Bund und Länder nun einen einheitlichen Beginn der Weihnachtsferien am 19. Dezember. Mit dem Vorschlag, die Ferien bereits am 16. Dezember beginnen zu lassen, konnte sich das Kanzleramt damit offenbar nicht durchsetzen. Das geht aus der aktualisierten Beschlussvorlage hervor, die ntv vorliegt. Stattdessen folgen nun offenbar alle Bundesländer und der Bund dem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der bereits vor knapp zwei Wochen das Vorziehen der Weihnachtsferien auf den 19. Dezember angeregt hatte.

Am morgigen Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

In besonderen Infektionshotspots sollen weitergehende Maßnahmen für den Schulunterricht ab Jahrgangsstufe 7 je nach Schule umgesetzt werden, die Mindestabstände auch im Unterricht gewährleisten - beispielsweise Hybridunterricht, wie es in dem Entwurf weiter heißt. Die Anfahrt von Schülern am Morgen soll möglichst entzerrt werden.

Für den Bahnverkehr soll laut diesem Entwurf gelten, den Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssen, ein zuverlässiges Angebot mit der Möglichkeit zu viel Abstand anzubieten. Die Maskenkontrollen in der Bahn sollen verstärkt werden, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden könnten. Die Deutsche Bahn solle im Fernverkehr zusätzliche Maßnahmen ergreifen, heißt es weiter. Die Sitzplatzkapazität solle deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen Reisenden zu ermöglichen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze werde parallel dazu beschränkt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa