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Trumps schlimmster Albtraum Wer ist US-Autor Michael Wolff?

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US-Autor Michael Wolff legt sich gern mit den Mächtigen an.

(Foto: picture alliance / Carolyn Kaste)

Mit seinem Enthüllungsbuch versetzt US-Autor Michael Wolff das Weiße Haus in Aufruhr - kaum einer der Mächtigen, nicht einmal die First Lady, hat sich noch nicht zu "Fire and Fury" geäußert. Und der Skandal kommt Wolff gerade recht. Er hat einen Ruf zu verlieren.

Vor Kontroversen ist er noch nie zurückgeschreckt: In seinem neuesten Buch gewährt der US-Journalist Michael Wolff einen Blick hinter die Kulissen des Weißen Hauses - und hat damit den bisher größten Feuersturm seiner Karriere entfacht. "Fire and Fury: Inside the Trump White House" sollte eigentlich erst kommende Woche in die Läden kommen. Doch der Verkaufsstart wurde auf Freitag vorgezogen. Wegen der "beispiellosen Nachfrage", wie der Verlag mitteilte. Nur einen Tag später steht es auf Platz eins der Bestsellerlisten.

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Für das Buch hat der 64-Jährige nach eigenen Angaben 18 Monate im Trump-Universum verbracht, vom Wahlkampf bis ins Weiße Haus, und insgesamt 200 Personen in Trumps Umfeld interviewt - darunter auch den Präsidenten selber. Trump selbst nennt Wolff einen "totalen Versager" und sein Buch "falsch"; die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, tut die Biografie ebenso wie First Lady Melania Trump als "komplette Fantasterei" und "Boulevardblatt im Langformat" ab. Und Trumps Anwälte versuchten bis zuletzt, die Veröffentlichung des "verleumderischen" Wälzers zu verhindern - vergeblich.

All das ist Musik in den Ohren des erfahrenen Provokateurs Wolff. "Könnte (offensichtlich) nicht glücklicher über die Berichterstattung zu FIRE AND FURY sein", twitterte er. Wolff genießt seinen Ruf als unverblümt auftretender Quälgeist der Mächtigen, den er sich über die Jahre aufgebaut hat. Im US-Bundesstaat New Jersey geboren und an der New Yorker Columbia University ausgebildet, machte er sich einen Namen als Medienkolumnist im "New York Magazine".

Wolff schrieb auch über Murdoch

Seitdem hat Wolff für zahlreiche andere Magazine - darunter "Vanity Fair", "Newsweek" und den "Hollywood Reporter" - geschrieben. Zweimal gewann er den National Magazine Award in der Kategorie Kommentar. Mit seinem kahlen Kopf und der schwarzen Hornbrille ist Wolff eine bekannte Gestalt in New Yorks High Society. Schon vor dem Buch über Trump machte er sich mit der Biografie "Der Medienmogul" über Rupert Murdoch einen Namen. Wie auch jetzt behauptet Wolff, diese biete einen Blick hinter die Kulissen von Murdochs Organisation.

Für sein neues Werk habe er einen exklusiven Zugang zum Weißen Haus bekommen und "so etwas wie einen semipermanenten Platz auf einem Sofa im West Wing", versichert Wolff. Kritiker an Wolffs Berichterstattung kommen indes nicht nur aus dem Weißen Haus. Er tendiere dazu, Auseinandersetzungen zu schüren und die Fakten soweit zu interpretieren, wie es eben geht - manchmal weiter, als sie es zulassen, schreibt die "Washington Post".

Wolff: "Sie sagten, er sei wie ein Kind"

So behauptet Wolff in seinem Buch, Trump habe nicht gewusst, wer John Boehner sei, als ihm der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses als Stabschef vorgeschlagen wurde. Allerdings spielte Trump Golf mit Boehner und twitterte auch über ihn. Laut Journalist Mike Allen von der Nachrichtenseite "Axios.com" hat Wolff allerdings Aufzeichnungen, um die Zitate in seinem Buch zu belegen. Und zwar "Dutzende Stunden davon".

Wolff selber bekräftigte im US-Fernsehsender NBC die Legitimität seines Buches. Alle in Trumps Umfeld hätten an dessen Regierungsfähigkeit gezweifelt. "Jeder beschrieb ihn auf die gleiche Weise. Sie sagten, er sei wie ein Kind", sagte Wolff in der "Today Show". Auf Trumps Einwand, er habe nie mit ihm gesprochen, antwortete der Journalist: "Natürlich habe ich mit dem Präsidenten gesprochen. Ob er wusste, dass es ein Interview ist oder nicht, weiß ich nicht." Es sei aber keine Verschwiegenheit über das Gesagte vereinbart worden.

Die britische Journalistin Bella Mackie nannte Wolffs Buch auf Twitter "sehr unterhaltsam" und fügte hinzu, "wenn man MW kennt, wird man Freude daran haben, aber es vielleicht nicht zum Glaubensgrundsatz erheben".

Quelle: n-tv.de, jug/AFP

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