Politik

"Es ist unvermeidlich" Ukraine will russische Schwarzmeerflotte versenken

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Kriegsschiffe der russischen Schwarzmeerflotte bei einer Parade.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Die russische Schwarzmeerflotte blockiert die ukrainischen Häfen und beschießt das Landesinnere mit Marschflugkörpern. Für den stellvertretenden ukrainischen Verteidigungsminister steht deshalb fest: Die feindlichen Schiffe müssen "früher oder später" vernichtet werden. Vorbereitungen laufen bereits.

Die ukrainischen Streitkräfte bereiten sich einem Medienbericht zufolge darauf vor, die russische Schwarzmeerflotte zu versenken und die Krim zurückzuerobern. Der Süden des Landes sei durch die russischen Kriegsschiffe im Schwarzen Meer einer ständigen Bedrohung ausgesetzt, sagte der stellvertretende ukrainische Verteidigungsminister, Wolodymyr Havrylov, bei einem Besuch in Großbritannien der "Times".

Russische Schiffe im Schwarzen Meer feuern regelmäßig Marschflugkörper ab, die auf die ukrainische Infrastruktur im Süden zielen. Aufgrund der russischen Schiffsblockade kann die Ukraine auch kein Getreide über den Seeweg transportieren.

"Angesichts der neuen Technologien und Fähigkeiten, die wir erhalten, müssen wir uns dieser Bedrohung stellen", sagte Havrylov. "Es ist unvermeidlich, weil wir unserem Volk Sicherheit garantieren müssen." Laut Havrylov produziert die Ukraine eigene Anti-Schiffs-Raketen. Vor einem Angriff solle aber noch auf die Lieferung westlicher Waffen mit größerer Reichweite gewartet werden.

"Früher oder später werden wir genug Ressourcen haben, um Russland im Schwarzen Meer und auf der Krim anzugreifen", sagte Havrylov. Derzeit werde mit den Verbündeten geklärt, ob bei Angriffen auf die Krim auch westliche Waffen zum Einsatz kommen dürften. Aber auch eine diplomatische Rückholung der Krim sei nicht ausgeschlossen.

Laut der "Times", die sich auf einen Militärbeamten in der südukrainischen Hafenstadt Odessa beruft, hat Russland bereits damit begonnen, aus Sicherheitsgründen eine "erhebliche Anzahl" seiner Schwarzmeerflotte von Sewastopol auf der Krim nach Novorossiysk im Süden Russlands zu verlegen.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 19. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jpe

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