Produkt-Check Beauty & Gesundheit

Gut schlafen, erholt aufwachenWelches Nackenstützkissen holt sich den Testsieg im Schlaf?

09.02.2026, 14:11 Uhr ProfilVon Christoph Dörr
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Die Osteopathin Saskia Voss berät uns beim Test der Nacken der Nackenkissen. (Foto: RTL / ntv.de)

"Gerade beim Schlafen geht es darum, was sich gut anfühlt. Das Wohlbefinden geht über alles", sagt Saskia Voss, Osteopathin aus Köln. Die Expertin berät uns bei unserem ntv Produkt-Check: Wir testen sechs Nackenkissen, die Verspannungen vorbeugen oder lösen sollen. Mit welchem liegt man richtig?

Falsches Sitzen oder zu wenig Bewegung am Arbeitsplatz - laut Robert Koch Institut leidet fast die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland an Nackenbeschwerden. "Nackenstützkissen ermöglichen einen erholsamen Schlaf. Damit man nachts gut liegt, entlastet ist und morgens ohne Verspannungen aufwacht", so Expertin Saskia Voss. "Mit Nackenstützkissen liegt die Wirbelsäule in einer guten Linie und nicht erhöht oder abgeknickt." So werde auch die Muskulatur drumherum entlastet. Sechs Modelle im ntv Produkt-Check - welches ist eine echte Stütze?

So testen wir die Nackenstützkissen von Emma, Blackroll oder Tempur

Für unseren Test schlafen eine Frau und ein Mann jeweils fünf Nächte auf jedem der sechs Kissen. Dabei besitzen fünf Modelle eine Füllung aus viskoelastischem Schaumstoff, der sich der Kopfform anpasst, eines ist aus Latex. Unsere Testpersonen nutzen dieselbe, mittelharte Matratze. Die zentrale Frage: Wer schläft auf welchem der unterschiedlich geformten Kissen am besten? "Schlaf ist sehr individuell", weiß unsere Expertin Saskia Voss. "Was beim Nackenkissen aber gegeben ist: dass man sich besser abliegen kann in Seiten- und Rückenlage." In Bauchlage sei es wegen der Verdrehung des Kopfes hingegen schwieriger.

Wichtige Vergleichs-Kriterien für den Nackenstützkissen-Test:

  • Liegekomfort und Entspannung

  • Stützfunktion und Anpassungsfähigkeit

  • Preis

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Nackenstützkissen testen - das machen wir im Schlaf. (Foto: RTL / ntv.de)

Sechs Nackenstützkissen im Test

Die Preise der Produkte können stark schwanken. Die angegebenen Preise beziehen sich auf Angebote im Testzeitraum.

Testsieger: Glückstoff Orthopädisches Kissen

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Der Testsieger von Glückstoff: Bauchschläfer können die Arme auf dem Stützkissen ablegen. (Foto: RTL / ntv.de)

Mit dem Nackenkissen von Glückstoff empfinden wir den Schlaf als tief, in Seitenlage liegt es sich damit besonders angenehm. Das Modell aus viskoelastischem Schaum entpuppt sich damit als echte Stütze, was allerdings auch heißt, dass der Kopf recht ‘festgelegt‘ ruht - es gibt keinen Spielraum nach rechts oder links, man kann sich nicht seitlich ankuscheln. "Ich würde sagen, mit dem Kopf in der Mitte passt es sich individueller an, was etwas besser ist", lautet die Einschätzung der Osteopathin.

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Glückstoff Orthopädisches Kissen
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67,91 €89,90 €

Kurzfazit: Der Testsieger überzeugt, weil er so behaglich und vielseitig ist. Außerdem gehört das Nackenkissen von Glückstoff mit circa 68 Euro zu den preisgünstigen Modellen im Test.

Preis-Leistungssieger: Emma Classic Stützkissen 80x40 cm

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Preis- Leistungssieger: Das Nackenkissen von Emma überzeugt mit seiner sanfter Unterstützung. (Foto: RTL / ntv.de)

Das Emma Classic Stützkissen besteht aus drei Schichten, die sich herausnehmen lassen. Das ist vor allem für unruhige Schläfer von Vorteil, weil sich die Kissenhöhe an verschiedene Schlafpositionen anpassen lässt. Wir empfinden in der Nacht als sehr angenehm, dass das Emma Classic den Halt nicht vorgibt, sondern sich vielmehr an die Kopfform anschmiegt. Mit 80 cm ist es das breiteste Stützkissen im Test und eignet sich damit gut zum Danebenkuscheln - bei entsprechend breiten Kissen sollte jedoch grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Schultern nicht mit auf dem Kissen liegen, ergonomisch wäre das eher ungünstig.

Kurzfazit: Traumhaft. Das Emma Classic Stützkissen hat eine anschauliche Bedienungsanleitung und besticht mit einem sehr guten Gesamteindruck. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mit circa 65 Euro top.

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Emma Classic Stützkissen 80x40 cm
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Dormabell Cervical Nackenstützkissen - bequem und wertig

Das ergonomische Kissen von Dormabell Cervical ist das einzige Test-Kissen aus Latex. Wie Viscoseschaum ist Latex ein haltbares und formstabiles Füllmaterial, das im Sommer sogar etwas kühlen kann. Latex ist allerdings etwas weniger anpassungsfähig an die individuelle Kopf- und Nackenform - wir spüren schon beim ersten Draufliegen, woran wir hier sind. Der Kopf senkt sich, versinkt aber nicht im Kissen, beim Drehen auf die Seite fühlt er sich gut gebettet an. Ein echtes Plus: Man kann sich von zwei Seiten auf das Dormabell Cervical legen, auf denen es jeweils leicht unterschiedlich hoch ist. Mit circa 12 cm ist dieses Modell insgesamt recht hoch, was grundsätzlich für breitere Schultern von Vorteil ist. Weil man bei diesem Nackenstützkissen nicht die Flexibilität des Material, sondern nur die Höhe für sich testen muss, empfinden wir hier eine Rückgabefrist von nur 14 Tagen als in Ordnung.

Kurzfazit: Auf dem Dormabell Cervical liegt es sich rundum bequem. Mit circa 140 Euro ist es das teuerste Nackenstützkissen im Testvergleich, wirkt dafür aber auch sehr wertig.

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Dormabell Cervical Nackenstützkissen
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139,95 €

Blackroll Recovery Pillow - handliches Multitalent

Das Blackroll erinnert an ein Samtkissen, auf dem Juwelen liegen: Es ist mit 50 cm Breite das kleinste Kissen im Test und mit einem Gewicht von circa 900 Gramm gleichzeitig auch das leichteste. Weil es so handlich ist, lässt es sich im mitgelieferten Beutel praktisch mit auf Reisen nehmen. Für unsere Expertin Saskia Voss ist das ein Pluspunkt: "Du kannst die einrollen und mit in den Koffer packen. Wenn du dich einmal daran gewöhnt hast, was perfekt passt, willst du nichts anderes mehr haben."

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BLACKROL Recovery Pillow
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95,40 €99,90 €

Auf dem Nackenkissen von Blackroll liegen wir im Test angenehm, allerdings kommt es uns im Vergleich zu den gewohnten Kissen etwas klein vor. Auch dieses Modell hat zwei unterschiedlich geformte Seiten: eine mit Nackenbogen für mehr Stützkraft, eine mit einer tieferen Kopfmulde, weshalb es sich gut für Bauchschläfer eignet. Der Memoryschaum von Blackroll ist atmungsaktiv und hat ein Öko-Zertifikat. Die Bedienungsanleitung ist direkt auf die Verpackung gedruckt - ein ökologisch-wertvolles Detail. In der Regel ist es möglich, 30 Tage lang auf Schaumstoffkissen zur Probe zu schlafen., das Blackroll Recovery Pillow darf sogar 90 Tage lang getestet werden. Osteopathin Voss bewertet das sehr positiv: "Kissen muss man ausprobieren. Darum ist beim Kauf das Rückgaberecht so wichtig."

Kurzfazit: Klein, aber fein. Mit etwa 94,50 Euro liegt das Blackroll Recovery preislich im mittleren Bereich.

Liebscher & Bracht Nackenstützkissen orthopädisch - ein verlässlicher Partner

Die Hersteller werben mit zwei Härtegraden, was bedeutet, dass das Nackenstützkissen zwei verschieden feste Schaumeinlagen besitzt. Je nachdem, wie wir dieses Modell wenden, fühlt es sich am Kopf nachgiebiger oder stützender an. Zusätzlich kann eine der Lagen herausgenommen werden, was für Rücken- oder Bauchschläfer interessant ist. Wenn das Stützkissen als Ganzes genutzt wird, empfiehlt sich die Seitenlage. Beim Liebscher & Bracht kann dank der Schaumstruktur die Luft gut zirkulieren, was sehr hilfreich ist, wenn in der Nacht viel schwitzt wird. Bei diesem Kissen gibt es einen speziellen Service: Wer einen QR-Code scannt, kann an einem dreiwöchigen Schlafkursus teilnehmen. Hier werden via Video jeden Tag Ratschläge und Tipps gegeben, deren praktische Umsetzung jeder für sich selbst entscheiden kann. Dafür darf man das Liebscher & Bracht nur 20 Nächte Probeschlafen, bevor man es möglicherweise zurückgibt.

Kurzfazit: Das Stützkissen von Liebscher & Bracht ist ein verlässliches und solides Produkt. Für diejenigen, die dauerhaft eine der beiden Einlagen herausnehmen sollten, sind die circa 93,50 Euro nicht ganz günstig.

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Liebscher & Bracht – Nackenstützkissen orthopädisch
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Tempur Original Schlafkissen Memory Foam - fest und eigen

Für Einsteiger ist das wellenförmige Modell von Tempur eine kleine Herausforderung. Schon beim Auspacken fühlt man, wie fest der Schaumstoff ist - und weil der erst mit der Zeit nachgiebiger wird, braucht es hier am meisten Ein- bzw. -Umgewöhnung. "Aus meiner Sicht ist die Wellenform sehr vorgegeben, weniger gewölbte Kissen passen sich besser der Schlafsituation an", urteilt unsere Expertin Saskia Voss. Bei kühlen Raumtemperaturen reagiert der viskoelastische Schaum träger, wird in den wärmeren Monaten hingegen dynamischer und weicher. Unser Eindruck in den ersten Nächten ist: Das Kissen drückt, je mehr wir uns bewegen. Zwar gibt es zwei Wellen, also eine höhere und eine niedrigere Kante, aber das ändert für uns im Test nicht viel. Saskia Voss kennt dieses Gefühl: "Du kannst das ergonomisch beste Kissen haben, morgens aufwachen und denken: Nee, das ist es nicht." Das Tempur-Kissen ist gezielt für Seiten- und Rückenschläfer gedacht und mit etwa 1,7 Kilo das schwerste Modell im Test. Der Hersteller gibt Käufern 30 Tage Zeit, um sich im Schlaf überzeugen zu lassen.

Kurzfazit: Kein Kuschelkissen, was sich aber mit der Zeit ändern kann. Mit einem Preis von circa 139 Euro ist das Tempur Nackenstützkissen etwas teurer, was wohl auch dem Material geschuldet ist.

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TEMPUR Original Schlafkissen Memory Foam
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138,89 €

Wichtig zu wissen bei Nackenkissen

  • "Im Gegensatz zu Standardkissen unterstützt das Nackenkissen den Nacken richtig", weiß Osteopathin Saskia Voss. Es mache den Schlaf erholsamer, weil es mit seiner ergonomischen Form Wirbelsäule und gerade Nackenwirbel entlaste. "Wenn ich aufwache und Verspannungen habe, ist mein Nacken morgens zusätzlich belastet, und dann muss der ja noch den ganzen Tag meinen Kopf tragen", so die Expertin weiter.

  • Die sechs Nackenkissen im Test sind alle sehr gut verarbeitet. Die Bezüge können jeweils abgenommen und gewaschen werden. Sie passen in Standard-Kissenbezüge, die ggf. umgeschlagen werden müssen. Nackenstützkissen können gut drei bis fünf Jahre genutzt werden, dann ist ein Austausch empfehlenswert.

  • Das passende Stützkissen ist abhängig von der jeweiligen Schlafposition, dem Körperbau und der Matratze seines Nutzers. Seitenschläfer benötigen ein höheres Kissen, Rückenschläfer ein etwas niedrigeres, Bauchschläfer ein eher flaches. Je härter die Matratze, desto höher sollte das Kissen sein und umgekehrt: Zu einer weicheren Matratze passt ein niedrigeres Nackenkissen. Ein Modell kann umso besser auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden, wenn es herausnehmbare Schichten hat und zwei Seiten, die unterschiedlich geformt sind. Sie selbst besitze auch ein entsprechendes Kissen, erzählt unsere Expertin Saskia Voss - und verrät: "Beim Kauf habe ich auf Tests geachtet."

Testfazit Nackenstützkissen

Den Testsieg im ntv Produkt-Check holt sich dank seiner sanften Unterstützung und weiterer Vorteile das Glückstoff Orthopädisches Kissen. Unser Preis- Leistungssieger ist das Emma Classic Stützkissen, das sich für einen guten Preis im Test als sehr angenehm erweist. Eine Extra-Empfehlung ist für uns das Dormabell Cervical Nackenstützkissen aus Latex, weil es wertig und gemütlich ist - wenn auch zu einem etwas höheren Preis.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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