Baden-WürttembergAuftragseingang gestiegen - Trumpf-Chefin optimistisch

Nach mehreren Jahren mit Rückgängen dreht sich der Wind beim Maschinenbauer Trumpf. Der Umsatz steigt minimal, der Auftragseingang deutlicher. Die Chefin rechnet mit weiterem Wachstum.
Ditzingen (dpa/lsw) - Der Maschinenbauer Trumpf blickt vorsichtig optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. "Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, in dem wir weiteres Wachstum erwarten", sagte Vorstandschefin Nicola Leibinger-Kammüller. Firmenangaben zufolge stehen die Zeichen nach drei Jahren mit rückläufigem Auftragseingang und zwei Jahren mit sinkendem Umsatz nun auf Erholung.
"Bei aller nötigen Vorsicht gehen wir auf Basis der letzten Monate von einer leichten konjunkturellen Trendwende in unserem Geschäft aus", sagte Leibinger-Kammüller. Ungeachtet der schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen sei es Trumpf gelungen, in allen Geschäftsbereichen zuzulegen.
Umsatz stabilisiert, Auftragseingang gesteigert
Vorläufigen Berechnungen zufolge lag der Umsatz des Unternehmens aus Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) im vergangenen Geschäftsjahr 2025/26 mit 4,34 Milliarden Euro minimal über dem Vorjahreswert (4,33 Milliarden Euro). Der Auftragseingang sei um sieben Prozent auf 4,5 Milliarden Euro gestiegen. Angaben zum Gewinn machte Trumpf nicht.
Die finalen Zahlen sowie das Ergebnis will Trumpf Mitte Oktober dieses Jahres veröffentlichen. Das Geschäftsjahr endete Ende Juni. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatte Trumpf rote Zahlen geschrieben. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 23,4 Millionen Euro.
Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Trumpf den Abbau von 1.000 Stellen angekündigt. Ende Juni dieses Jahres arbeiteten 16.960 Menschen für Trumpf, davon rund 8.200 in Deutschland. Ende Juni 2025 waren es noch 18.303 Menschen.