Baden-WürttembergBrand von Kirchenrohbau: Verdächtiger psychisch krank

Anfang Juli brennt eine syrisch-orthodoxe Kirche in Leimen. Die Beamten nehmen einen Verdächtigen fest. Jetzt präsentiert die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsergebnisse.
Leimen (dpa/lsw) - Der Verdächtige, der Anfang Juni eine im Rohbau befindliche syrisch-orthodoxe Kirche in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) angezündet haben soll, ist den Ermittlungen zufolge psychisch krank. Die Krankheit sei demnach auch ursächlich für die Tat gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die dauerhafte Unterbringung des inzwischen 27-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Es liegen laut den Ermittlern keine Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund der Tat vor. Der mutmaßliche Täter soll sich ausdrücklich keiner Religion zugehörig fühlen und habe alleine gehandelt.
Das Feuer damals habe schnell gelöscht werden können, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es nicht. Nach Angaben des Feuerwehrkommandanten brannte mutmaßlich ein Haufen Holzreste im Innenraum der Kirche. Es habe eine "etwa vier bis fünf Meter hohe Flammenwand im Gebäude" gegeben. Da die Deckenhöhe aber vermutlich mindestens acht Meter betrage, sei an der Decke kein großer Schaden entstanden. Am Gebäude sei grundsätzlich nur ein relativ geringer Schaden entstanden.