Baden-WürttembergHendriks als Maskenmann - VfB-Profi bricht sich die Nase

Der VfB Stuttgart steht vor dem Europa-League-Abschluss gegen Bern. Ein Sieg ist nötig, um die Chance aufs Achtelfinale zu wahren. Ein Verteidiger könnte mit einer Maske hervorstechen.
Stuttgart (dpa/lsw) - Abwehrspieler Ramon Hendriks wird dem VfB Stuttgart trotz gebrochener Nase in der Europa League am Donnerstag (21.00 Uhr/Nitro und RTL+) gegen die Young Boys Bern voraussichtlich zur Verfügung stehen. Die Nase müsse nicht gerichtet werden, der Niederländer werde aber wohl sechs Wochen mit einer Gesichtsmaske auflaufen, sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.
Die Verletzung sei am vergangenen Sonntag beim 3:0 in Mönchengladbach in einem "sehr unnötigen Zweikampf, den es gar nicht hätte geben sollen" passiert, sagte der Coach. In den öffentlichen ersten 15 Minuten des Abschlusstrainings vor dem Spiel gegen Bern war Hendriks bereits mit einer Maske zu sehen. "Ich habe nicht gehört, dass er mit der Maske nicht zurechtgekommen ist", sagte Hoeneß.
Pause für Hendriks denkbar
Beim VfB hat sich der Innen- und Linksverteidiger stark entwickelt. Zum Abschluss der Ligaphase in der Europa League könnte Hendriks dennoch eine Pause bekommen. Denkbar ist, dass Jeff Chabot und Finn Jeltsch die Innenverteidigung bilden und Maximilian Mittelstädt auf der linken Seite auflaufen wird. Abwehrkollege Luca Jaquez wird zudem in den Kader zurückkehren, wie Hoeneß ankündigte. Verteidiger Dan-Axel Zagadou wird ebenso wie Offensivspieler Tiago Tomas vorerst weiter fehlen.
Im letzten Spiel der Ligaphase kann sich der VfB nur noch geringe Chancen auf den direkten Achtelfinaleinzug ausrechnen. Als Tabellen-13. haben es die Schwaben nicht in der eigenen Hand, den dafür notwendigen Sprung unter die Top Acht zu schaffen. "Ich habe keine Sekunde einen Tabellenrechner bedient. Das interessiert mich wirklich nicht", sagte Hoeneß.
Hoeneß warnt trotz Formtief vor Bern
Der vom früheren Leverkusener und Gladbacher Coach Gerardo Seoane trainierte Schweizer Kontrahent hat wettbewerbsübergreifend fünfmal nacheinander verloren. Dennoch warnte Hoeneß davor, Bern zu unterschätzen. "Fakt ist, dass es eine Mannschaft ist, die in der Liga in keinem guten Lauf ist, aber eine Mannschaft, die gut Fußball spielen kann. Wir werden das Spiel sehr ernst nehmen."