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Baden-Württemberg Naturschützer warnt vor Krebspest

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Pforzheim (dpa/lsw) - Der aus Nordamerika einwandernde Signalkrebs schleppt in hiesige Gewässer die sogenannte Krebspest ein, die heimische Arten bedroht. "Da rund 90 Prozent der Steinkrebsvorkommen in Baden-Württemberg und Bayern liegen, tragen wir eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art", sagte der Geschäftsführer des BUND Nordschwarzwald, Patrick Maier, der "Pforzheimer Zeitung" (Samstag). Während der Signalkrebs gegen die Pest praktisch resistent sei, "endet ein Befall für unsere heimischen Krebsarten tödlich".

Der Signalkrebs sei in den vergangenen Jahren auch in vielen kleinen Bächen aufwärts gewandert und habe zu teils katastrophalen Bestandseinbrüchen bei den durch Umweltverschmutzung und Lebensraumverlust schon stark gefährdeten Steinkrebsen geführt, sagte Maier dem Bericht zufolge weiter. Diese hier heimische Krebsart sei kleiner und schwächer als der Signalkrebs.

Glücklicherweise habe im Schnitt nur eine von 1000 der eingebürgerten Arten unerwünschte Auswirkungen auf heimische Ökosysteme, sagte der Umweltschützer. "Allerdings reicht leider auch dieser geringe Prozentsatz aus, um unsere Tier- und Pflanzenwelt zu gefährden, und teilweise auch, um ganze Populationen zu vernichten."

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