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Baden-WürttembergRunter vom Gas: Warum heute besonders viel geblitzt wird

15.04.2026, 04:02 Uhr
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Die Polizei kontrolliert diese Woche verstärkt das Tempo – vor allem vor Schulen und Kitas und erst recht am Schwerpunkttag. Lohnt sich das überhaupt?

Stuttgart (dpa/lsw) - Landesweit hat die Polizei seit Wochenbeginn die Raser auf den baden-württembergischen Straßen im Visier. Mit mobilen und stationären Kontrollen wird das Tempo nun vor allem am Schwerpunkttag der europaweiten Aktionswoche, umgangssprachlich auch bekannt als Blitzermarathon, beobachtet. Nach Angaben des Innenministeriums geht die Polizei vor allem vor Schulen, Kitas und Altenheimen gegen Autofahrende vor, die zu schnell unterwegs sind.

Tausende zu schnell unterwegs

Ziel sei es, mit der Aktion zu sensibilisieren. Überhöhte Geschwindigkeit sei der häufigste Grund für tödliche Verkehrsunfälle, hieß es im Vorfeld.

Der sogenannte Blitzermarathon in Baden-Württemberg ist Teil einer europaweiten Geschwindigkeitskontrollwoche. Im vergangenen Jahr waren im Südwesten Tausende Menschen zu schnell unterwegs, zahlreiche bangten danach um ihren Führerschein. Die Bußgelder für Verstöße fließen in den Gesamthaushalt der Kommune ein.

Flickenteppich in der Blitzerwoche

Bis zum Sonntag (19. April) findet die sogenannte Speedweek bundesweit statt. Beim diesjährigen Blitzermarathon ist Deutschland allerdings wieder ein Flickenteppich. Es nehmen zwar laut ADAC alle deutschen Bundesländer außer dem Saarland teil. Aber Baden-Württemberg kontrolliert nur bis Freitag, Hessen und Rheinland-Pfalz dagegen blitzen auch am Wochenende verstärkt. Der Mittwoch ist auch nicht überall ein Schwerpunkttag – Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen etwa beteiligen sich daran nicht.

Beim jüngsten Blitzermarathon im Südwesten wurden insgesamt 66.585 Verstöße festgestellt. Fast 800 Menschen mussten laut Innenministerium danach ihren Führerschein zeitweise abgeben. Das Innenministerium macht aber keine Angaben dazu, für wie wirkungsvoll es die Speedweek hält.

Quelle: dpa

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