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Baden-WürttembergUnfallstelle blockiert – Verletzte müssen per Heli in Klinik

12.02.2026, 15:42 Uhr
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Nach einem Unfall auf der Bundesstraße 31 am Bodensee müssen zwei Schwerverletzte per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Für Krankenwagen war kein Durchkommen. Warum?

Kressbronn (dpa/lsw) - Nach dem Zusammenprall eines Autos mit einem Autotransporter im Bodenseekreis mit zwei Schwerstverletzten sind die Einsatzkräfte erheblich behindert worden. Die Fahrer mehrerer Fahrzeuge, darunter auch ein Reisebusfahrer, versuchten nach dem Unfall bei Kressbronn zu wenden, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Bus fuhr sich dabei am Straßenrand fest und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Dadurch wurde der Rettungseinsatz beeinträchtigt.

Rettungsfahrzeuge mussten aus der anderen Richtung heranfahren, was mehr Zeit in Anspruch nahm, wie es hieß. Zudem mussten die beiden Schwerstverletzten mit zwei Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht werden, da für Krankenwagen kein Durchkommen war.

Dem Busfahrer droht nun eine Anzeige. Sein Fahrzeug wurde später aus der Querposition herausgezogen.

Autofahrerin und Beifahrer schwerstverletzt

Zum Unfallhergang sagte der Sprecher, eine Autofahrerin sei am Morgen auf der Bundesstraße 31 mit ihrem Wagen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Autotransporter zusammengestoßen. Die 26-jährige Frau und ihr 50-jähriger Beifahrer erlitten schwerste Verletzungen.

Die Frau wurde bei dem Unfall eingeklemmt und musste mit technischem Gerät aus dem Wrack befreit werden. Ob bei ihr und ihrem Beifahrer Lebensgefahr bestand, blieb vorerst unklar. Der Fahrer des Autotransporters blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Er wurde ebenfalls in eine Klinik gebracht.

Die Straße war für die Dauer der Bergung etwa sieben Stunden lang voll gesperrt. Die Sperrung wurde am frühen Nachmittag aufgehoben. Eine genaue Unfallursache blieb vorerst unklar. Ein Gutachter wurde eingeschaltet. Es entstand ein Schaden von geschätzt 150.000 Euro.

Quelle: dpa

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