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Baden-WürttembergHungriger VfB: Nicht nur Stiller will in die Königsklasse

30.04.2026, 14:44 Uhr
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Der VfB Stuttgart geht motiviert ins Landesduell. Ziel könne jetzt nur noch die Champions League sein, sagt Trainer Hoeneß - und äußert sich auch zur Zukunft seines Mittelfeldstrategen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Sebastian Hoeneß wirkte fest entschlossen. Er wolle auf diese Saison jetzt noch "ein ganz fettes i-Tüpfelchen" setzen, sagte der Trainer des VfB Stuttgart zum Endspurt in der Fußball-Bundesliga. Erst das Landesduell bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr), dann noch die Partien gegen die weiteren Verfolger Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt - für Hoeneß und den VfB geht es um den Einzug in die Königsklasse. Und damit womöglich auch um die Zukunft einiger seiner Spieler. Wie Angelo Stiller.

Auch Juventus an Stiller dran?

"Sicher will Ange auch gern Champions League spielen nächstes Jahr", sagte Hoeneß. Das gelte aber für jeden Profi in seiner Mannschaft und habe vor allem mit deren Ambitionen zu tun. Weniger mit wiederkehrenden Wechselgerüchten.

Gerade über die Zukunft von Stiller wird schon lange spekuliert. Macht er im Sommer womöglich den Schritt zu einem internationalen Topclub? Die "Bild"-Zeitung berichtete zuletzt, dass sich auch Juventus Turin für den 25-Jährigen interessieren soll. Der Vertrag des Mittelfeldstrategen in Stuttgart läuft noch bis Ende Juni 2028. Er soll eine Ausstiegsklausel enthalten, die der Club dem Spieler für einen überschaubaren Betrag angeblich aber abkaufen kann.

Spekulationen lassen Hoeneß kalt

Würde ein möglicher Einzug in die Königsklasse die Chancen auf einen Verbleib von Stiller erhöhen? Für Hoeneß sind all die Spekulationen laut eigener Aussage kein Thema. Er unterhalte sich mit dem Spieler nicht darüber, sagte der 43-Jährige. "Sonst müsste man sich ja fast täglich, mindestens wöchentlich über so etwas unterhalten." Das Ganze bewege ihn "in keinster Weise".

Hoeneß und Stiller kennen sich schon lange, arbeiteten bereits im Nachwuchs des FC Bayern München und später auch bei Hoffenheims Profis zusammen. Der Nationalspieler und WM-Kandidat ist so etwas wie der Musterschüler des VfB-Trainers, sein verlängerter Arm auf dem Rasen. Ginge es nach Hoeneß, würden sie in der kommenden Saison im Idealfall wohl wieder gemeinsam den berühmten Klängen der Champions-League-Hymne lauschen.

Sehnsucht nach der Champions League

"Es kann jetzt nur noch um die Champions League gehen", sagte Stuttgarts Trainer vor der Partie bei der TSG noch einmal in aller Deutlichkeit. "Alle anderen Ziele haben wir erreicht. Wir spielen wieder international, mindestens Europa League. Wir sind im Pokalfinale." Nun wolle der Club unbedingt noch den vierten Tabellenplatz in der Bundesliga verteidigen.

"Wir haben vor zwei Jahren erlebt, wie schön das ist, in den großen Stadien Europas gegen die besten Teams der Welt zu spielen", sagte Hoeneß mit Blick auf Stuttgarts bislang letzte Königsklassen-Teilnahme. "Das wollen wir wieder erreichen." Mit einem Erfolg bei der TSG würde der VfB seine Position im Endspurt erheblich verbessern. Dafür, so Hoeneß, brauche es am Samstagnachmittag aber eine "Topleistung". Nicht nur von Stiller.

Quelle: dpa

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