BayernAschermittwoch im Zeichen der Kommunalwahl

Am 8. März wird in Bayern wieder gewählt. Dieses Mal geht es um die kommunalen Mandate im Freistaat. Auch beim politischen Aschermittwoch soll die Wahl im Mittelpunkt stehen.
Passau/Vilshofen (dpa/lby) - Unter dem Eindruck der bevorstehenden Kommunalwahl in Bayern hat in Niederbayern der traditionsreiche Schlagabtausch des politischen Aschermittwochs begonnen. Die größte Veranstaltung findet in Passau statt, wo die CSU mit Parteichef Markus Söder mehrere Tausend Anhänger in die Dreiländerhalle geladen hat.
CSU-Generalsekretär Martin Huber reklamierte den "größten politischen Stammtisch der Welt" für seine Partei und machte sich über die Veranstaltungen anderer Parteien, darunter der FDP und der Grünen, lustig. Söder hatte zuvor klargemacht, der Aschermittwoch sei "weder Klamauk noch Fasching".
SPD, Grüne, AfD, FDP und weitere Parteien haben ebenfalls nach Niederbayern eingeladen. Alle nutzen die Gelegenheit auch für den Schlussspurt im bayerischen Kommunalwahlkampf. Bürgermeister und Gemeinderäte werden im Freistaat am 8. März neu gewählt.
Die politische Relevanz der Veranstaltungen am Aschermittwoch ist heute zwar nicht mehr mit früheren Jahren vergleichbar – wie in jedem Jahr sind die Erwartungen an die Rednerinnen und Redner aber dennoch groß. Söder kündigte bereits im Vorfeld "harte Botschaften" an.
Bundespolitiker zu Gast in Bayern
Bayerns Grüne sind in Landshut zu Gast und warten mit Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze und Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge auf.
Hubert Aiwangers Freie Wähler haben ihre Anhänger nach Deggendorf geladen und die AfD nach Osterhofen. Die SPD bietet in Vilshofen Vizekanzler und Parteichef Lars Klingbeil auf. Aiwanger kam an der Seite mehrerer Hebammen in den Saal, die für die Zukunft ihres Berufsstandes kämpfen.
Der Münchner Bund für Geistesfreiheit kritisierte die Veranstaltungen. Laute Blasmusik und "magere Witzchen" würden abgeliefert, obwohl es sich beim Aschermittwoch um einen sogenannten stillen Tag handele, an dem für öffentliche Unterhaltsveranstaltungen klare Einschränkungen gelten.