BayernMillionenschaden bei Brandstiftung - 32-Jähriger angeklagt

Brennende Baumaschinen, Schaden in Millionenhöhe: Die Münchner Ermittler bringen einen 32-Jährigen mit mehreren Brandanschlägen in Verbindung.
München (dpa/lby) - Die Generalstaatsanwaltschaft München hat im Fall einer seit Jahren andauernden Anschlagsserie Anklage gegen einen 32-jährigen Mann erhoben. Er steht unter anderem im Verdacht, Baumaschinen angezündet zu haben. Die Behörde wirft ihm unter anderem Brandstiftung und Billigung von Straftaten vor, wie ein Sprecher mitteilte. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte darüber berichtet.
Baumaschinen brennen
Im Fokus der Anklage stehen zwei Brandanschläge und eine versuchte Tat. Im Juli 2024 soll der Mann in Oberhaching bei München einen Bauzug in Brand gesetzt haben. Zwei Monate später soll er auf einem Firmengelände im Münchner Norden Baumaschinen angezündet haben. Dabei entstand den Ermittlern zufolge ein Schaden von rund einer Million Euro. Bei einem Windkraftwerk in Berg soll es dagegen beim Versuch der Brandstiftung geblieben sein.
Zudem werfen die Ermittler der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) dem Mann vor, in Texten Straftaten gebilligt zu haben. Das Landgericht München I muss nun die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden.
Dutzende Anschläge im Raum München
Die Taten sollen im Zusammenhang mit Dutzenden weiteren Anschlägen im Raum München stehen. Seit zweieinhalb Jahren beschäftigt sich die Ermittlungsgruppe "Raute" beim Polizeipräsidium München mit der Serie von Brandanschlägen auf Funkmasten, Bahnanlagen und andere Infrastruktur-Einrichtungen. Mehrfach waren auch Polizeiautos in Flammen aufgegangen, etwa bei einem Anschlag auf die Reiterstaffel in München.