BayernGreuther Fürth verpasst Entscheidung: 2:2 gegen Rostock
Selbst 30 Minuten in Überzahl reichen Greuther Fürth nicht. Die Franken verspielen gegen Hansa Rostock ihren zweiten Saisonsieg. Nach einem Remis in letzter Minute ist die Enttäuschung riesig.
Fürth (dpa/lby) - Trainer Marc Schneider und seine Fürther Fußball-Profis waren fassungslos. Trotz rund 30 Minuten in Überzahl kassierten die Franken gegen ein rustikales Hansa Rostock einen weiteren Tiefschlag in der 2. Fußball-Bundesliga. Die SpVgg Greuther Fürth ließ sich am Freitag beim 2:2 (1:0) von der ruppigen Spielweise der Gäste zwar lange nicht aus dem Konzept bringen.
Ein unmittelbar vor dem Ende verwandelter Foulelfmeter von Ryan Malone (90.+3) brachte die konsternierten Hausherren aber um ihren zweiten Saisonsieg. Schneiders Mannschaft kletterte nach dem dritten Remis am Stück zum Auftakt des 12. Spieltags aber vorerst auf Tabellenplatz 15.
"Wir dürfen nicht schockiert sein, es waren eigene Fehler, die wir gemacht haben", räumte Stürmer Ragnar Ache ein. "Wir waren zu naiv, weil wir die Chancen vorne nicht machen. Dafür sind wir bestraft worden."
Der Fürther Kapitän Branimir Hrgota (20. Minute) erzielte vor 10 516 Zuschauern die Führung. Ein Klärungsversuch per Kopf von Damian Roßbach landete direkt vor seinen Füßen, Hrgota hämmerte den Ball aus 17 Metern ins Tor. Ein Fernschuss des Stürmers (36.) krachte später gegen die Latte, aus kurzer Distanz scheiterte er (45.+6) auch noch an Keeper Markus Kolke.
Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Lukas Fröde (57.) machte per Kopf Ache (60.) nach einer herrlichen Flanke von Simon Asta wieder wett. Nach Gelb-Rot gegen John Verhoek (62.) vergab kurz vor dem Ende Afimico Pululu (88.) die dicke Chance zum 3:1. Im Gegenzug schockte Malone die Hausherren nach einem diskussionswürdigen Elfmeterpfiff.
Die Franken hatten Glück, dass die anfangs druckvollen Gäste nicht in Führung gingen. Verhoeks (10.) Kopfball aus sechs Metern direkt auf den Mann konnte Torwart Andreas Linde entschärfen. Nach einem unglücklichen direkten Zusammenprall bei einem Kopfball wurden die Rostocker Nico Neidhart und Anderson Lucoqui minutenlang auf dem Rasen behandelt. Die beiden Außenverteidiger mussten anschließend vorzeitig vom Platz.