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Bayern Marx: Aufarbeitung von Missbrauch Teil der Kirchenreform

Nach der Vorstellung des Missbrauchsgutachten für das Erzbistum München und Freising nimmt Kardinal Marx in einer Pressekonferenz Stellung zu den Ergebnissen der Studie.

(Foto: Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa)

München (dpa/lby) - Das Gutachten über jahrzehntelangen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen muss nach Meinung des Münchner Erzbischofs Reinhard Marx in den Reformprozess der katholischen Kirche einbezogen werden. "Für mich ist die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs Teil einer umfassenden Erneuerung und Reform, wie das der Synodale Weg aufgegriffen hat", sagte der Kardinal am Donnerstag. "Es gibt keine Zukunft des Christentums in unserem Land ohne eine erneuerte Kirche!"

In der vorigen Woche wurde ein Bericht veröffentlicht, in dem von mindestens 497 Opfern und 235 mutmaßlichen Tätern im Erzbistum München und Freising seit 1945 die Rede war. Die Gutachter gehen aber von einem deutlich größeren Dunkelfeld aus. Marx machte deutlich, dass allerspätestens jetzt Zeit für Veränderungen sei. "Wir wissen jetzt genug, damit wir hinschauen und jetzt anders handeln können."

Quelle: dpa

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