BayernSchlauchbootunfälle auf der Isar

Sich den Fluss hinuntertreiben zu lassen, ist eine beliebte Sommerbeschäftigung in München - sie kann aber auch gefährlich werden, wenn man den falschen Teil der Isar befährt.
Pullach (dpa/lby) - Rettungskräfte und Polizei sind zwei Gruppen von Schlauchbootfahrern auf der Isar zu Hilfe gekommen. In einem Fall mussten sie einen 22-Jährigen von einem Schlauchboot retten, das am späten Samstagabend in einer Wasserwalze an einem Wehr festsaß, wie die Münchner Polizei mitteilt. Zwei seiner Mitfahrer hatten sich zuvor aus eigenen Kräften retten können.
Laut Polizei war die Gruppe im Pullacher Ortsteil Großhesselohe südlich von München nicht wie vorgeschrieben auf den Isar-Werkkanal gewechselt, sondern auf der Isar geblieben. Dort war ihr Boot dann von einer Strömung in Richtung eines Wehrs gezogen worden.
Wenige Stunden zuvor waren zwei Personen mit ihrem Schlauchboot gekentert und in eine Wasserwalze am Isarwehr in Großhesselohe geraten. Auch sie waren verbotswidrig auf der Isar geblieben. Sie wurden durch Insassen anderer Boote gerettet, mit denen sie gemeinsam unterwegs waren.
Verletzt wurde bei den Vorfällen ersten Erkenntnissen zufolge niemand, in beiden Fällen waren aber zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Bayerische Wassergesetz eingeleitet. Sie weist in diesem Zusammenhang auch auf die Regeln zum Befahren der Isar im Landkreis München hin: Unter anderem gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille, Boote dürfen nicht zusammengebunden werden, Kinder bis acht und Nichtschwimmer müssen eine Rettungsweste tragen und Glasflaschen und Musikboxen sind verboten.