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Bayern Streit um Artenschutz: Runder Tisch schon vor dem Aus?

Zahlreiche Vertreter der Staatsregierung, von Umweltaktivisten und weiteren Verbänden sitzen bei einem ersten Treffen des Runden Tischs in der Staatskanzlei zur Kompromisssuche nach dem erfolgreichen Volksbegehren zum Artenschutz. Foto: Matthias Balk/Archiv

(Foto: Matthias Balk/dpa)

München (dpa/lby) - Vor dem zweiten Treffen des Runden Tischs für mehr Artenvielfalt verhärten sich die Fronten zwischen Unterstützern und Kritikern des Volksbegehrens. "Ich bleibe nur am Tisch sitzen, wenn ich das Gefühl habe, dass es in die richtige Richtung geht", sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ludwig Hartmann der Deutschen Presse-Agentur. Er erwarte, dass bei den Gesprächen endlich "Nägel mit Köpfen" gemacht werden. "Wir müssen uns darauf verständigen, dass das Volksbegehren die unterste Messlatte ist!" Nach Meinung der Initiatoren kann es nur um noch mehr Artenschutz gehen.

Dass die Staatsregierung das Volksbegehren in seiner jetzigen Form unterstützt, ist aber unwahrscheinlich. Strittig sind unter anderem die geforderten einheitlichen Termine beim Mähen und Walzen von Wiesen sowie der Umgang mit Streuobstwiesen. Man müsse am Volksbegehren arbeiten, "weil es in der jetzigen Form nicht praxistauglich ist", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) auf Anfrage.

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