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Berlin & BrandenburgAsiatische Hornisse erstmals in Brandenburg entdeckt

23.07.2026, 14:20 Uhr
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Sie ist gefährlich für Honigbienen - aber auch der Mensch muss in ihrer Nähe vorsichtig sein: Die Asiatische Hornisse ist erstmals in Brandenburg aufgetaucht. Experten wollen rasch handeln.

Eisenhüttenstadt (dpa/bb) - Erstmals ist in Brandenburg ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt worden. Die besonders für Bienen gefährliche Art wurde in Eisenhüttenstadt unter dem Dachvorsprung eines Bürogebäudes entdeckt und soll an diesem Freitag beseitigt werden. Es handle sich um ein schnell wachsendes Nest, wie das Agrar- und Umweltministerium in Potsdam mitteilte.

In anderen Bundesländern ist die eingeschleppte und aus Südostasien stammende Hornisse bereits verbreitet. Bienen sind bevorzugte Beute der Eindringlinge, die gezielt Jagd auf Bienenstöcke machen. Aber auch für den Menschen können die Hornissen vor allem in der Nähe der Nester gefährlich werden.

Fund im Osten Brandenburgs überrascht

Experten rechneten schon mit ersten Funden auch in Brandenburg, allerdings eher im Westen des Bundeslandes. Denn an der Elbe in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wurden Vorkommen der Asiastischen Hornisse bereits nachgewiesen.

"Der aktuelle Fund an der östlichen Landesgrenze überrascht und geht mutmaßlich auf eine vom Menschen versehentlich verschleppte Königin zurück", teilte das Ministerium mit. Einen ähnlichen Fall habe es 2023 in Berlin gegeben, wo die schnelle Beseitigung eines Nestes die weitere Ansiedlung habe verhindern können.

Experten wollen Ausbreitung stoppen

Da es sich bei dem ersten Fund in Brandenburg um eine isolierte Ansiedlung weitab vom bisherigen Verbreitungsgebiet der Art handele, sehen die Fachleute gute Chancen, dass eine weitere Ausbreitung im Raum Eisenhüttenstadt verhindert werden kann.

Das Insekt gehört zu den invasiven Arten, also zu den Tieren, die in Deutschland eigentlich nicht natürlicherweise vorkommen, durch menschliches Handeln aber hierhergelangt sind. Die Nester der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) werden in Deutschland gezielt beseitigt.

Quelle: dpa

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