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Berlin & Brandenburg Auch Berliner Krankenhäuser fordern Hilfspaket

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift

(Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Hohe Kostensteigerungen gefährden nach Betreiberangaben die Versorgungssicherheit in den Berliner Krankenhäusern. Gemeinsam mit dem Senat forderten sie am Donnerstag die Hilfe des Bundes. "Die Krankenhäuser der Stadt gehen personell überlastet und finanziell angespannt in den Corona-Herbst", teilte Brit Ismer mit, die Vorstandsvorsitzende der Berliner Krankenhausgesellschaft. "Betten müssen gesperrt, Stationen geschlossen, Operationen verschoben und Patienten/-innen vertröstet werden." Versorgungsengpässe würden zum Dauerzustand, wenn nicht dringend ausreichend Unterstützung komme.

Wie die Häuser in Brandenburg fürchten die Berliner Krankenhäuser existenzgefährdende Defizite. Energie ist deutlich teurer geworden, in der Folge auch zahlreiche Dienstleistungen wie etwa die Wäscherei sowie medizinische Güter. Mit den Krankenkassen sei für dieses Jahr aber nur Mehrausgaben in Höhe von 2,3 Prozent vereinbart worden. Die Inflation in Berlin und Brandenburg lag im September bei knapp zehn Prozent.

Die Bundespolitik sei gefordert, teilte die Gesellschaft mit. "Die Krankenhäuser benötigen einen Inflationsausgleich, der auch in den kommenden Jahren trägt." Auch Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) verwies auf den Bund. Seit Wochen machen bundesweit Krankenhäuser unter dem Schlagwort "Alarmstufe Rot" auf die Lage aufmerksam.

Quelle: dpa

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