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Berlin & Brandenburg Auch zweite Tarifrunde im Einzelhandel endet ohne Ergebnis

Eine Warnweste mit der Aufschrift

(Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild)

Potsdam/Berlin (dpa/bb) - Kundinnen und Kunden müssen mit weiteren Warnstreiks im Berliner und Brandenburger Einzelhandel rechnen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist am Freitag ohne Ergebnis beendet worden. "Von Respekt und Wertschätzung für die hervorragende und systemrelevante Arbeit der Einzelhandelsbeschäftigten war heute nichts zu spüren", teilte Conny Weißbach mit, die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Verdi. Die Beschäftigten seien stinksauer und hochmotiviert, vor der nächsten Verhandlung am 16. September wieder die Arbeit niederzulegen.

Die Arbeitgeber hatten am Freitag angeboten, die Einkommen um zwei Prozent zu erhöhen. Bei Händlern, die in der Corona-Krise schließen mussten, sollte das aber erst acht Monate später als bei den übrigen gelten. "Wir müssen da differenzieren, denn es gibt Unternehmen, die extrem von der Pandemie getroffen wurden, wohingegen andere gut aus der Krise gekommen sind", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. Er rechne nicht mit einer schnellen Einigung.

Bereits die erste Tarifrunde vor fünf Wochen war ohne Ergebnis geblieben. Es folgten Warnstreiks Anfang und Ende Juli. Die Arbeitgeberseite kritisierten damals die Aktionen zu diesem frühen Zeitpunkt.

Verdi verlangt 4,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, außerdem 45 Euro zusätzlich pro Monat. In der Branche soll außerdem ein Mindestlohn von 12,50 Euro pro Stunde gelten. Verhandelt wird laut Verdi für rund 215.000 Beschäftigte in beiden Ländern. Der Handelsverband sprach von gut 160.000 Beschäftigten.

© dpa-infocom, dpa:210730-99-625427/2

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