Berlin & BrandenburgNewcastle-Krankheit in Brandenburg - Maßnahmen erweitert

In Hähnchenmastbetrieben ist die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Hunderttausende Tiere müssen getötet werden. Zum Schutz andere Tiere gibt es Auflagen.
Lindendorf/Storkow (dpa/bb) - Nach dem Ausbruch der für Vögel hoch ansteckenden Newcastle-Krankheit hat der Landkreise Oder-Spree seine Maßnahmen erweitert. Der Bereich, der nur eingeschränkt betreten oder genutzt werden darf, rund um den betroffenen Betrieb in Storkow wurde neu festgelegt und erweitert, wie der Landkreis mitteilte.
Von der Schutzzone von mindestens drei Kilometer sind demnach die Orte Alt Stahnsdorf, Braunsdorf, Dahmsdorf, Kolpin, Lebbin, Markgrafpieske, Philadelphia, Reichenwalde, Rieplos sowie Spreenhagen und Storkow betroffen. Dort gelten für andere Geflügelhalter besondere Auflagen. So müssen Tiere zum Schutz von Wildvögeln im Stall bleiben und für den Transport von Geflügel gelten Einschränkungen.
Mehr als 400.000 Tiere müssen gekeult werden
In Storkow war zuletzt in einem Mastbetrieb mit rund 360.000 Tieren die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Die 360.000 Tiere müssen laut Veterinäramt gekeult werden. Zudem gibt es einen weiteren Fall in Märkisch-Oderland, wo etwa 70.000 Tiere in einem Betrieb in Lindendorf betroffen sind. Auch diese Tiere müssen gekeult werden.
Zuletzt wurden immer wieder Fälle der Krankheit in Brandenburger Landkreisen bekannt. Die Krankheit wird den Angaben zufolge etwa über die Luft, kontaminierte Materialien oder über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen übertragen.
Für Menschen ist die Newcastle-Krankheit, die wegen ähnlicher Symptome auch "atypische Geflügelpest" genannt wird, in der Regel ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen. Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wildlebenden Tauben nachgewiesen.