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Berlin & BrandenburgBrandenburgs Kaufkraft liegt bundesweit im unteren Drittel

12.04.2026, 04:02 Uhr
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Brandenburgs Preise sind zwar günstiger, doch das Einkommen reicht oft nicht weit. Wer in Frankfurt (Oder) lebt, hat bundesweit besonders wenig im Portemonnaie.

Berlin (dpa/bb) - Mit Blick auf die Kaufkraft der eigenen Bürgerinnen und Bürger gehört Brandenburg zu den schwächeren Bundesländern. Zwar liegen die Preise um rund 2,3 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, wie eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ergeben hat. Doch die Einkommen sind niedrig.

Bereinigt um das Preisniveau, haben Brandenburgerinnen und Brandenburger im Jahr rund 27.000 Euro zur Verfügung. Im Vergleich mit den anderen Ländern ist das lediglich Rang zwölf. Die Auswertung beruht auf Zahlen aus dem Jahr 2023.

Bei den Landkreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg zeigt sich ein gemischtes Bild. Am niedrigsten liegt die Kaufkraft in Frankfurt (Oder). Hier kommen die Bürgerinnen und Bürger auf ein bereinigtes regionales Einkommen von 23.940 Euro. Das ist der siebtniedrigste Wert im Vergleich mit bundesweit 400 Landkreisen und kreisfreien Städten. Am meisten können sich Einwohner im Landkreis Potsdam-Mittelmark leisten. Ihr bereinigtes Einkommen liegt bei 29.263 Euro - Rang 169 von 400.

Bundesweit die höchste Kaufkraft weist die Stadt Heilbronn auf. Weil die durchschnittlichen verfügbaren Einkommen dort nicht nur zu den höchsten in Deutschland gehören, sondern die Lebenshaltungskosten auch relativ normal sind, setzt sich die Stadt in Baden-Württemberg an die Spitze der Statistik.

Basis der Auswertung ist eine aufwendige Datensammlung des IW Köln zu den regionalen Preisen in kreisfreien Städten, Kreisen sowie Stadt- und Landkreisen in Deutschland, die die Forscher mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes verknüpft haben.

Beide beruhen auf Daten des Jahres 2023, weil vor allem für die Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen. Mit einer früheren Auswertung des IW Köln zum selben Thema sind die Daten nur eingeschränkt vergleichbar. Damals hatte Starnberg den ersten Platz belegt.

Quelle: dpa

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