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Berlin & Brandenburg Bus und Bahn in Brandenburg oft nur schwer zu erreichen

Blick auf das Schild einer Bushaltestelle in Lübbenow im Landkreis Uckermark. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archiv

(Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Wer in Brandenburg wohnt, hat es oft weit zu Bus und Bahn. Jeder sechste Bewohner lebt mehr als 600 Meter von einer Bushaltestelle oder weiter als 1200 Meter Luftlinie von einer Bahnhaltestelle entfernt. Das zeigt ein Ranking für Ostdeutschland, das das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene am Freitag vorstellte.

Besonders schlecht kommt dabei der Landkreis Spree-Neiße weg. Er bildet in puncto Verkehrsanbindung das Schlusslicht (Platz 77) in Ostdeutschland. Nur 61,3 Prozent der Bevölkerung sind dort ausreichend angebunden. Unter den "Flop Ten" sind außerdem die Landkreise Prignitz (Platz 68, 71,9 Prozent) und Ostprignitz-Ruppin (Platz 71, 69,2 Prozent).

Insgesamt sind in Brandenburg laut Allianz 83,5 Prozent der Bevölkerung ausreichend angebunden. Cottbus ist dabei Spitzenreiter: 98,7 Prozent der Bewohner haben dort kurze Wege zu den Haltestellen - im ostdeutschen Vergleich belegt die Stadt damit Platz 9. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen in Brandenburg Potsdam (98,5 Prozent) und Frankfurt (Oder) (97,9 Prozent).

Im bundesweiten Vergleich liegt Brandenburg auf dem viertletzten Platz, knapp gefolgt von Niedersachsen (83,1 Prozent), aber deutlich vor Bayern (79 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (74,6 Prozent). Berlin belegt in Ostdeutschland den dritten Platz der besten Verkehrsanbindung (99,5 Prozent). Geschlagen wird die Metropole von Dresden (99,7 Prozent) und Halle (99,6 Prozent).

Allianz pro Schiene wertete für das Ranking Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von 2018 aus. Berücksichtigt wurden nur Haltestellen, die mindestens 20 Mal pro Tag angefahren werden.

Pressemitteilung Allianz pro Schiene

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