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Berlin & Brandenburg Erneut Warnstreik bei Yorck-Kinos

Das Kreuzberger Yorck-Kino in Berlin in der Yorckstraße in Kreuzberg.

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Ein Teil der Beschäftigten der Yorck-Kinos ist am Sonntag in einen Warnstreik getreten. Angesichts stockender Tarifverhandlungen hatte die Gewerkschaft Verdi dazu aufgerufen. Der Streik sollte bis 1.00 Uhr in der Nacht auf Montag andauern. "Wir gehen davon aus, dass alle Vorstellungen wie geplant stattfinden werden", sagte Christian Bräuer, Geschäftsführer der Kinogruppe, dem RBB. Man werde weiterhin versuchen, eine Lösung mit den Gewerkschaften zu finden.

Die Gewerkschaft fordert einer Mitteilung von Sonntag zufolge für die Beschäftigten eine Bezahlung von 13,50 Euro pro Stunde in der Einstiegsstufe. Der Gewerkschaft nach hat die Arbeitgeberseite zuletzt 12,50 Euro pro Stunde angeboten. Verdi wirft der Kino-Gruppe zudem vor, sich nicht an den bisherigen Tarifvertrag zu halten. Mindestens 50 Prozent der Belegschaft seien befristet angestellt, erlaubt seien nach dem Tarifvertrag nur 10 Prozent. Die Arbeitgeberseite verweigere zudem weitere Verhandlungen.

"Die letzte Gesprächsrunde war am 13. September. Seitdem haben wir wiederholt Termine vorgeschlagen, doch der Arbeitgeber schweigt dazu", sagte Jörg Reichel von Verdi. Der Warnstreik am Sonntag war bereits der dritte in den laufenden Tarifverhandlungen. Zur zentralen Streikkundgebung am Abend kamen laut Reichel 30 Beschäftigte vor das Filmtheater am Friedrichshain - dies entspreche etwa der Zahl der Streikenden.

Der Arbeitgeber sei nun zu weiteren Tarifverhandlungen innerhalb der kommenden zehn Tage aufgefordert worden. Als Termine habe Verdi den 3. und den 6. Dezember vorgeschlagen. "Wir erwarten dazu ein Signal am morgigen Tag", so Reichel.

Bei der Yorck-Kinogruppe sind etwa 160 Menschen beschäftigt. Vom Warnstreik betroffen sind elf Kinos. Das Cinema Paris, der Delphi-Filmpalast und das Kant-Kino gehören zwar zum Verbund der Yorck-Kinos, haben aber einen anderen Besitzer.

Quelle: dpa

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