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Berlin & BrandenburgEx-Staatssekretär: Berlin braucht ein Bekenntnis zur Kultur

20.07.2026, 07:43 Uhr
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Kultur als Berlins Zukunft? Ex-Staatssekretär Schmitz und Ex-Intendant Schwarz fordern mehr Mut, Geld und Aufmerksamkeit – und kritisieren die Politik für fehlende Visionen.

Berlin (dpa/bb) - Ein früherer Berliner Kulturstaatssekretär und ein Ex-Opernintendant haben fehlende Debatten über die Zukunft der Berliner Kultur im Wahlkampf beklagt. Zugleich forderten André Schmitz und Dietmar Schwarz in einem Gastbeitrag im "Tagesspiegel" "ein Bekenntnis zur Kultur" und mehr Geld für den Bereich. "Die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen haben in den vergangenen beiden Jahren drastische Einschnitte hinnehmen müssen. Das Ansehen Berlins als Kulturmetropole hat darunter gelitten", schrieben sie.

Der neue CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers spreche gerne über die Potenziale Berlins, habe die Kultur aber in einem Interview kürzlich nicht erwähnt. "Wer regieren will, sollte nicht nur über die Probleme dieser Stadt sprechen, sondern auch ihre größte Stärke", schrieben Schmitz und Schwarz. "Kultur ist kein Luxus. Sie ist Identität, Wirtschaftsfaktor und internationales Aushängeschild zugleich. Wer das erkennt und entsprechend handelt, stärkt nicht nur die Kunst, sondern die Zukunft Berlins."

Schmitz und Schwarz räumten ein, dass die finanzielle Lage Berlins schwierig sei. Zugleich seien die rund 950 Millionen Euro Kulturausgaben von insgesamt 45 Milliarden, also etwa 2 Prozent, "ein dann doch überschaubarer Einsatz". Schon 2016 habe der Anteil der Kultur am Gesamthaushalt bei rund zwei Prozent gelegen. "Jedes erfolgreiche Unternehmen würde seine Stärken weiterentwickeln, in sie investieren, wenn sie zukunftsfähig sind."

Quelle: dpa

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