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Berlin & BrandenburgFestnahmen bei Demonstration zum Palästina-Gedenktag Nakba

16.05.2026, 17:26 Uhr
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(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Der palästinensische Nakba-Gedenktag erinnert an Flucht und Vertreibung 1948. Auch in diesem Jahr wurde in Berlin demonstriert. Am Nachmittag gab es laut Polizei erste Festnahmen.

Berlin (dpa/bb) - Zum palästinensischen Gedenktag Nakba haben rund 2.000 Teilnehmer in Berlin-Kreuzberg demonstriert. Bei der Demonstration mit dem Titel "Schluss mit der Besatzung Palästinas - 78 Jahre Al Nakba" gab es laut Polizei vereinzelte Festnahmen wegen Tätlichkeiten gegen Polizeibeamte. Die Einsatzkräfte setzten nach eigenen Angaben auch Reizstoff ein. Etwa 700 Polizeibeamte begleiteten den Zug am Nachmittag. Die Demonstranten protestierten gegen Israels Militäraktionen im Gaza-Streifen sowie im Krieg im Iran.

In den vergangenen Jahren gab es bei diesen Veranstaltungen mehrfach heftige Tumulte und Flaschenwürfe auf die Polizei. 2025 wurden bei einer Demonstration mit rund 1.000 Teilnehmern mehrere Polizisten verletzt, einer von ihnen schwer. 56 Menschen wurden damals festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte danach unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs.

Polizei warnt Teilnehmer

Vor der Demo am Samstag hatte die Polizei an die Demonstranten appelliert, "weder verbotene Parolen anzustimmen, zu rufen", noch andere "versammlungstypische Straftaten zu begehen".

Am frühen Nachmittag sprach die Berliner Polizei zunächst von einer friedlichen Veranstaltung. Der Zug laufe "themenbezogen und ruhig", sagte ein Polizeisprecher. Es war dennoch laut. Ein Aktivist brüllte zusammen mit den Demonstranten "Free, free Palestine" und "Viva, viva Palestina". Es wurde zudem gerufen: "Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt". Auf den Plakaten war etwa zu lesen: "Deutschland ist mitschuldig am Völkermord in Gaza" oder "Schluss mit dem Besatzungsterror". Später eskalierte die Situation an einzelnen Punkten der Versammlung.

Der Gedenktag Nakba am 15. Mai erinnert an Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser im ersten Nahostkrieg 1948 nach der Staatsgründung Israels.

Quelle: dpa

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