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Berlin & BrandenburgGedenken zum Kriegsende ohne russische Fahnen und Uniformen

08.05.2026, 08:08 Uhr
Zahlreiche-Demonstrationen-und-Gedenkveranstaltungen-sind-an-den-sowjetischen-Ehrenmalen-in-Berlin-geplant
(Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa)

Berlin verbietet wegen des Kriegs gegen die Ukraine wie in den vergangenen Jahren russische Symbole an den Ehrenmalen – aber es gibt Ausnahmen.

Berlin (dpa/bb) - Für die Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsendes an den drei sowjetischen Ehrenmalen hat die Polizei wegen des Ukraine-Krieges Uniformen und russische Fahnen verboten. Für Freitag und Samstag wurden an den Ehrenmalen im Treptower Park, nahe dem Brandenburger Tor und in Schönholz Flaggen und Symbole mit Bezug zu Russland, militärische Uniformen und Abzeichen, Marsch- und Militärlieder sowie Symbole zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine untersagt. Ausnahmen gelten für Diplomaten, Veteranen des Weltkriegs und Vertreter von einigen Staaten.

Die Polizei argumentierte, wegen des Russland-Ukraine-Krieges sei mit einem Aufeinandertreffen unterschiedlicher politischer Positionen zu rechnen. Ziel sei es daher, Provokationen, Einschüchterungen und gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern und ein würdevolles Gedenken zu gewährleisten.

Verschiedene russische und deutsche Gruppen und Initiativen erinnern mit Kundgebungen und Demonstrationen am Freitag und Samstag an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung von der Nazi-Herrschaft im Mai 1945. Auch Kränze werden üblicherweise niedergelegt.

Russische oder deutsche Mitglieder des prorussischen und nationalistischen Motorradclubs "Nachtwölfe" sind wie in den vergangenen Jahren zu dem Gedenktermin aus Osteuropa nach Deutschland gefahren. Voraussichtlich wollte die Gruppe der Motorradfahrer am heutigen Freitag von Sachsen aus kommend durch Brandenburg fahren, wie die Polizei bereits angekündigt hatte. Man werde sie im Blick haben und entsprechend reagieren, hieß es.

Unklar war, ob die Gruppe wieder nach Berlin fahren will, um Kränze niederzulegen. In den vergangenen Jahren hatte die Berliner Polizei sie dabei sehr eng begleitet. Die Fahrt im langen Motorradkorso mit Fahnen und Abzeichen wurde untersagt, was der Club kritisiert hatte.

Quelle: dpa

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