Berlin & BrandenburgLKA-Sondereinheit "Ferrum" bleibt länger im Einsatz

Kampf gegen Schusswaffen, Banden, Erpressung: Die Spezialtruppe der Kriminalpolizei "Ferrum" verlängert ihren Einsatz.
Berlin (dpa/bb) - Die Sondereinheit "Ferrum" des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) gegen die verbreiteten Schusswaffen und Schießereien in der Stadt setzt ihre Arbeit noch länger fort. Die Tätigkeit der Mitte November 2025 eingesetzten besonderen Ermittlungsgruppe werde um sechs Monate verlängert, kündigte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an.
Die Sondereinheit soll mit ständigen Kontrollen in Bars, Kneipen und an Treffpunkten Schusswaffen aus dem Verkehr ziehen und die organisierte Kriminalität unter Druck setzen. Bis Ende Februar wurden 260 Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige eingeleitet, es gab 13 Haftbefehle und die Polizei beschlagnahmte 78 gefährliche Gegenstände und Waffen, darunter 18 scharfe Schusswaffen.
Der Grund für diese Ermittlungstruppe waren die wiederholten Angriffe auf türkisch-kurdische Ladeninhaber zur Erpressung von Geldzahlungen.
Auch die Staatsanwaltschaft Berlin setzte inzwischen eine neue Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (OK) ein. Sie soll die zu erwartenden Ermittlungsverfahren aus der Sondereinheit "Ferrum" bearbeiten. Ziel ist es, kriminelle Netzwerke und Hintermänner zu identifizieren und Banden zu zerschlagen.