Berlin & BrandenburgOstdeutsche Oberbürgermeister beraten über Gewalt an Schulen

Am Donnerstag und Freitag kommen die ostdeutschen Oberbürgermeister des Deutschen Städtetages nach Cottbus. Dem Gastgeber liegt besonders ein Thema am Herzen.
Cottbus (dpa/bb) - Vor einem Treffen der ostdeutschen Oberbürgermeister warnt Cottbus' Stadtoberhaupt vor ausufernder Gewalt unter Kindern und Jugendlichen. Er wolle dieses Thema explizit bei dem Treffen des Deutschen Städtetages in Cottbus einbringen, sagte Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD). Die zunehmende Gewaltbereitschaft sei "besonders besorgniserregend".
Probleme in Cottbus keine Neuheit
Zuletzt waren in Cottbus mehrere Schüler nach Gewalttaten für einige Zeit von der Schule verwiesen worden. Dabei ging es vor allem um Probleme an der Regine-Hildebrandt-Grundschule und im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf. Eltern hatten in einem Brandbrief Hilfe angemahnt. "Die nicht strafmündigen Kinder waren mehrfach an gewalttätigen und verbalen Auseinandersetzungen in der Schule, auf dem Schulhof sowie im Wohngebiet beteiligt", hieß es in einem Schreiben der Stadt.
Schick sieht "Alarmsignal"
Wenn Schülerinnen und Schüler Angst vor Übergriffen hätten oder Konflikte immer häufiger mit Gewalt ausgetragen würden, sei das ein Alarmsignal, betonte Schick. Sicherheit an Schulen und im öffentlichen Raum sei eine Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Wir Kommunen dürfen mit diesen Entwicklungen nicht allein gelassen werden. Prävention, klare Regeln und eine enge Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe, Polizei, Kommunen, aber auch Landesbehörden sind entscheidend."
Am Donnerstag und Freitag tagen die ostdeutschen Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister des Deutschen Städtetages in Cottbus. Dazu ist am Freitag voraussichtlich um 13.00 Uhr ein Pressegespräch geplant.