Berlin & BrandenburgRechte Taten in Cottbus: Minister beraten über Sicherheit

Hakenkreuz-Schmiererei an der Synagoge und Angriffe: Wie reagieren Politik und Stadt auf die Vorfälle in Cottbus? Der Innenminister schaltet sich ein.
Cottbus (dpa/bb) - Nach rechten Straftaten in Cottbus beraten Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) und Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) am Donnerstag über die Sicherheitslage in der Stadt und mögliche Konsequenzen. Am Nachmittag (16.00 Uhr) wollen sie nach einem Besuch der jüdischen Gemeinde Cottbus dazu Stellung nehmen. Auch Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) wird zu dem Gespräch erwartet. Zudem wollen Initiativen mit einer Demonstration am Abend (19.00 Uhr) ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen.
Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nach mehreren Straftaten in Cottbus und prüft, ob rechte Täter dahinterstecken. In den vergangenen Tagen waren in Cottbus ein antisemitischer Schriftzug und ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge in der Fußgängerzone geschmiert worden. Unbekannte warfen eine Leuchtfackel in das Haus eines alternativen Wohnprojekts. Zudem kam es zu Drohungen vor der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus stellt.