Berlin & BrandenburgRegenbogenfahnen wehen zum US-Jubiläum an Nationalgalerie

1978 wurde in San Francisco erstmals die Regenbogenfahne des schwulen Künstler Gilbert Baker gezeigt. Zwei Fahnen im Originaldesign hängen nun vor der Neuen Nationalgalerie.
Berlin (dpa/bb) - Zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten sind vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin zwei besondere Regenbogenfahnen gehisst worden. Sie seien eine Leihgabe des Museum of Modern Art (MoMA) in New York und nach dem Originaldesign des US-Künstlers Gilbert Baker angefertigt, teilte die Neue Nationalgalerie mit. Wehen sollen sie bis September.
Die Regenbogenfahne ist ein Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren. Baker entwarf sie 1978; erstmals gezeigt wurde sie bei einer Demonstration für die Rechte Homosexueller in San Francisco. Der Künstler starb 2017 im Alter von 65 Jahren.
Stiftung lädt am Samstag zu Führungen und Künstlergespräch
Zum Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung organisiert die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ein Programm aus Vorträgen, Gesprächen und Führungen, in denen unterschiedliche Aspekte der Geschichte und Gegenwart Amerikas aufgegriffen werden sollen. Das Motto lautet "We the people" und zitiert die ersten Wörter der US-amerikanischen Verfassung.
Am Samstag stehen bei drei Führungen in der Alten Nationalgalerie Künstler im Fokus, die im 19. Jahrhundert in Deutschland und den USA tätig waren. Im Hamburger Bahnhof ist unter anderem ein Gespräch mit der Konzeptkünstlerin Andrea Fraser sowie eine Sonderführung zu den amerikanischen Künstlern in der Galerie geplant.