Nordrhein-WestfalenJunge im Krankenhaus: Polizei warnt vor "Blackout-Challenge"

Für ein paar Sekunden digitale Anerkennung riskieren manche Kinder und Jugendliche ihr Leben. Ein aktueller Fall zeigt erneut, wie gefährlich die "Blackout-Challenge" ist.
Aachen (dpa/lnw) - Die "Blackout-Challenge" ist eine lebensgefährliche Internet-Mutprobe – und ein aktueller Fall lässt die Polizei in Aachen nun erneut vor ihr und anderen hochriskanten Social-Media-Trends warnen. "Likes, Klicks und Reichweite sind niemals wichtiger als die eigene Gesundheit oder das eigene Leben", hieß es in einem Aufruf der Behörde.
Anlass für die Warnung ist der Fall eines 13 Jahre alten Jungen, der den Angaben zufolge in dieser Woche bei der "Blackout-Challenge" verletzt worden war. Gemeinsam mit einem anderen Schüler habe er versucht, durch gegenseitiges Würgen eine kurze Bewusstlosigkeit auszulösen. Der Teenager sei dabei tatsächlich ohnmächtig geworden, gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. "Er musste medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden", so die Aachener Polizei.
Teilnehmer versuchen bei der "Blackout-Challenge", durch Luftanhalten, Würgen oder Strangulieren eine Ohnmacht herbeizuführen. Videos davon sollen danach in sozialen Netzwerken Klicks und Likes generieren. In Deutschland und auch weltweit ist es bereits zu mehreren schweren Unfällen im Zusammenhang mit derartigen Challenges gekommen. 2021 etwa starb im italienischen Palermo eine Zehnjährige, nachdem sie mutmaßlich an der "Blackout Challenge" teilgenommen hatte.
Die Polizei in Aachen unterstrich, dass die Teilnahme an derartigen Trends tödlich enden könne. Ebenso könne sie strafbar sein. Auch im konkreten Fall ermittle nun die Kriminalpolizei.