Berlin & BrandenburgRekordzahl bei Anrufen beim DRK-Wärmebus

Zum Ende der Kältehilfe-Saison in Berlin zieht der DRK Landesverband Bilanz: 597 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht, 1.115 Gegenstände ausgegeben. Die Zahl der Anrufe liegt auf Rekordniveau.
Berlin (dpa/bb) - Noch nie ist der DRK-Wärmebus in Berlin so häufig gerufen worden wie in dieser Kältehilfe-Saison. Die Nummer des Wärmebusses wurde vom 1. November bis 31. März 1.872 Mal gewählt, wie der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mitteilte. "Noch nie zuvor gingen so viele Hinweise aus der Bevölkerung ein", hieß es. Damit hat sich die Zahl der Anrufe nahezu verdoppelt - in der Saison davor waren es den Angaben nach 955 Anrufe.
Zwischen November und Ende März ist das DRK-Team von 18.00 bis 24.00 Uhr im Stadtgebiet im Einsatz, um obdachlosen Menschen niedrigschwellige Hilfe anzubieten. In dieser Zeit gab es demnach 1.992 Kontakte zu hilfebedürftigen Menschen. 597 Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht, darunter 185 Frauen. Zudem wurden 1.115 wärmende Kleidungsstücke, Schlafsäcke, Isomatten und weitere Gegenstände ausgegeben.
Zusätzliche Unterstützung an besonders kalten Nächten gab es demnach von ehrenamtlichen Helfern aus den DRK-Bereitschaften sowie durch Kräfte, die das Anrufaufkommen sowie zusätzliche Fahrzeuge koordinierten.
"Strenge Kälte wie im zurückliegenden Winter ist für Menschen, die auf der Straße leben, lebensbedrohlich", sagte DRK-Landesgeschäftsführerin Catía Voßberg laut Mitteilung. Sie dankte allen Helfern und Spendern sowie Menschen, die den Wärmebus riefen und auf hilfebedürftige Menschen aufmerksam machten.