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Berlin & BrandenburgRutschpartie für Pendler - Mehr als 60 Glätte-Unfälle

13.01.2026, 13:39 Uhr
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Sommerreifen bei Glatteis und stillstehende Busse: Welche Folgen das Winterwetter in Brandenburg gehabt hat.

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Spiegelglatte Straßen haben in Brandenburg zu etlichen Verkehrsunfällen geführt und Berufspendler am Morgen ausgebremst. Vielerorts blieb es bei Blechschäden.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums wurden zehn Menschen in Brandenburg verletzt. Insgesamt habe es seit Mitternacht mehr als 60 Glätte-Unfälle gegeben. In einigen Orten fuhren am Morgen Buslinien nicht.

Auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße waren Eisbrecher in Richtung Schwedt (Uckermark) unterwegs, um die Schifffahrt zu sichern.

Am Vormittag setzte bei milderen Temperaturen aber Tauwetter ein. Für die Zeit ab 10.00 Uhr hob der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnung auf.

Betreten von zugefrorenen Gewässern gefährlich

Behörden warnen eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen auf Gewässern. An Gebäudedächern können zudem Dachlawinen abstürzen und Menschen gefährden, wie etwa die Lausitz-Stadt Spremberg mitteilte.

Auf der Autobahn 10 kamen im Kreis Oberhavel in der Nacht auf der glatten Straße gleich zwei Laster ins Schleudern, wie die Polizeidirektion Nord mitteilte. Zwischen den Anschlussstellen Mühlenbeck und Birkenwerder kamen die beiden 30 und 33 Jahre alten Fahrer kurz nacheinander von der Straße ab, durchbrachen beide die Schutzplanke und blieben im Graben liegen. Verletzt wurden die beiden Fahrer aber nicht.

Einschränkungen im Berufsverkehr

Der Berufsverkehr kam in einzelnen Bereichen Brandenburgs am Morgen zunehmend zum Erliegen. Einige Steigungen und Brücken waren laut Polizei wegen der Glätte nicht mehr befahrbar. Betroffen waren vor allem Nebenstrecken, die vom Winterdienst noch nicht gestreut worden waren.

Das hatte auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr: In mehreren Landkreisen in Brandenburg wurde der Linienverkehr mit Bussen komplett eingestellt, wie auf Webseiten der Verkehrsbetriebe zu lesen war.

Rutschpartie mit Sommerreifen

Bei Werder (Havel) im Kreis Potsdam-Mittelmark baute ein Autofahrer am frühen Morgen mit Sommerreifen einen Unfall, er prallte gegen ein Verkehrszeichen. Gegen den Mann leitete die Polizei ein Bußgeldverfahren ein.

Auch auf der Bundesstraße 5 Richtung Nauen kam die Polizei in der Nähe der Autobahn 10 zum Einsatz, weil sich große Schlaglöcher gebildet hatten. Asphaltstücke lösten sich von der Fahrbahn. Ein Auto, das darüber fuhr, wurde beschädigt.

Quelle: dpa

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