Berlin & BrandenburgSowjetisches Panzerdenkmal in Kienitz soll stehen bleiben

Letschin (dpa/bb) - Gut zwei Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine steht in Letschin (Landkreis Märkisch-Oderland) die Entfernung eines sowjetischen Panzers als Denkmal nicht zur Diskussion - anders als in Berlin. "Wir werden hier keine Denkmalstürmerei veranstalten", sagte Letschins Bürgermeister Michael Böttcher (Freie Wähler) am Mittwoch auf Anfrage. Jede Zeit habe ihre Geschichte, die nicht in einen Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen gestellt werden könne.
In Berlin hatte die CDU-Abgeordnete Stefanie Bung angeregt, wegen des russischen Kriegs in der Ukraine die sowjetischen Panzer am Ehrenmal in Tiergarten zu entfernen.
In Letschin wurde ebenfalls auf den Angriffskrieg Russlands reagiert. Am Panzerdenkmal im Ortsteil Kienitz wurde auf einem fünf Meter breiten Banner der "Kienitzer Friedensappell" angebracht. Die Inschrift lautet: "Die Toten mahnen uns. Zukunft heißt Frieden. Überleben heißt Frieden. Europa darf nie wieder durch Kriegshände brennen." Zudem hängen nach Böttchers Angaben in der Gemeinde viele ukrainische Flaggen.