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Berlin & Brandenburg Übergriff auf frühere Jugendherberge

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Cottbus (dpa/bb) - Nach Gerüchten um eine tote Frau am Spremberger Stausee und eine Vergewaltigung durch Ausländer hat es einen Übergriff auf eine ehemalige Jugendherberge gegeben. Vermummte Unbekannte zogen nach Polizeiangaben am Mittwochabend mit Baseballschlägern und Zaunlatten vor die Herberge und warfen Pyrotechnik auf das Grundstück. Dabei wurde niemand verletzt.

Nach Aussage von Zeugen rief die Gruppe lautstark "Ausländer raus!". Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber nach den Männern. Sieben Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 26 Jahren wurden später vorläufig festgenommen. In sozialen Medien sei verbreitet worden, dass am Montag in der Nähe der Talsperre Spremberg eine Frau getötet und eine weitere vergewaltigt worden sei, hieß es vonseiten der Polizei. Bei einem angeblichen Polizeieinsatz in der Herberge seien dann zwei "Ausländer" geflohen.

Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus widersprachen den Berichten über eine tote Frau am Stausee. Auch Ausländer seien zu dem Zeitpunkt nicht in der Jugendherberge gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus am Donnerstag der Deutschen Presseagentur. "Eine Kindergruppe hält sich dort auf." Wegen einer angezeigten Vergewaltigung ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt.

Die AfD-Fraktion Brandenburg veröffentlichte dazu am Donnerstag auf ihrer Facebookseite ein Statement, dass die Polizei beschuldigt und schon mutmaßliche Täter identifiziert hat. Ihr innenpolitischer Sprecher Thomas Jung wird dort zitiert: "Polizei verschweigt Vergewaltigung - mutmaßlicher Täter: Ein Zuwanderer".

Facebook-Seite AfD Brandenburg

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