Hamburg & Schleswig-HolsteinDerby-Chef: Top-Starterfeld auch ohne Global Champions Tour
Hamburg (dpa/lno) - Auch nach dem Wegfall der Global Champions Tour hat das Derby-Turnier in Hamburg nach Aussage von Chef-Organisator Volker Wulff eine Top-Konkurrenz für die Springprüfungen. "Wir haben ein Starterfeld, das in den ganzen vergangenen Jahren nicht besser war", sagte er am Dienstag. "Ich glaube, dass die Dichte aus dem ersten 50, 60 der Weltrangliste selten so gewesen ist."
Zu dem Reitklassiker in Klein Flottbek werden unter anderem die Olympiasieger Ben Maher aus Großbritannien und Steve Guerdat aus der Schweiz sowie der Europameister und dreimalige Derby-Sieger André Thieme aus Plau am See von Mittwoch bis Sonntag erwartet.
Erstmals seit 2008 ist der Große Preis am Samstag (15.20 Uhr/NDR) beim Derby-Turnier nicht mehr Bestandteil der Millionenserie Global Champions Tour. Auch das 92. Spring-Derby am Sonntag (14.00 Uhr/ARD und NDR) zählt nicht mehr zur Riders Tour. "WIr haben einen Schritt gewagt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind wir eine Veranstaltung, die eigenständig dasteht", meinte Wulff.
Dem Zuschauerinteresse tat die Entscheidung keinen Abbruch. "Wir haben einen Vorverkauf, wie wir ihn noch nie hatten", sagte der Turnierchef. Wulff hofft auf einen Rekord, der bislang bei mehr als 90 000 Besuchern liegt.
Die insgesamt positive Stimmung wird durch die Situation in der Dressur getrübt. Das kleine Teilnehmerfeld für das Dressur-Derby ist geschrumpft. Lediglich neun Paare haben für die 63. Auflage gemeldet. Im vergangenen Jahr waren 18 Starter dabei.
Laut Wulff sind für den drastischen Rückgang strengere Zugangsregeln des internationalen Verbandes (FEI) und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verantwortlich. "Wir müssen gucken, wie wir weiter machen", sagte er. Auf die Dressur und auf die abschließende Prüfung mit Pferdewechsel will er aber nicht verzichten. Eine Möglichkeit ist, die Dressur künftig national und nicht mehr international auszuschreiben. Dennoch wären dann auch Starts von ausländischen Teilnehmern möglich.