Hamburg & Schleswig-HolsteinDeutsches U-Boot U36 kehrt nach Eckernförde zurück

Während einer Fahrt nach Norwegen berührte "U36" den Grund. Am Freitag wird das U-Boot der deutschen Marine in seinem Heimathafen Eckernförde zurückerwartet.
Eckernförde (dpa/lno) - Nach fast fünf Monaten im Einsatz wird das U-Boot "U36" der deutschen Marine am Freitag im Marinestützpunkt Eckernförde zurückerwartet. Während der zurückliegenden mehr als 130 Tage hat die Besatzung unter dem Kommando von Korvettenkapitän Michael Rudat (38) an mehreren internationalen Übungen teilgenommen. Unter anderem war die Crew mit "U36" drei Wochen ohne Pause während des britischen Großmanövers "Joint Warrior" auf See. Danach hat die Besatzung vor Plymouth (England) die Ausbildung der britischen Marine unterstützt.
Während der Reise hatte es am 14. Mai jedoch auch eine Grundberührung gegeben. Die Marine erklärte damals, zu dem Unfall sei es nach dem Ablegen im norwegischen Hafen Haakonsvern gekommen. Die Ruder hätten leicht den Meeresgrund touchiert. Experten waren anschließend für Reparaturen nach Norwegen gereist und hatten die Schäden unter Wasser begutachtet. "Sie waren weitaus geringer als gedacht", sagte ein Marinesprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Ein Extra-Werftaufenthalt ist nicht nötig."
Insgesamt hat "U36" in den vergangenen Monaten etwa 8800 Seemeilen (rund 16 300 Kilometer) zurückgelegt, davon rund 5000 getaucht (etwa 9260 Kilometer). Es gehört dem einzigen deutschen U-Boot-Geschwader an. Dieses ist mit sechs Booten im schleswig-holsteinischen Eckernförde stationiert. Das Boot war Ende Januar zu einer viermonatigen Fahrt nach Norwegen verabschiedet worden.
Marine zu deutschen U-Booten
Marine zu Verabschiedung von U36