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Hamburg & Schleswig-Holstein Einseitiger A7-Brückenabriss in Altona soll Stau minimieren

Die Autobahn 7 führt in Richtung Norden aus dem Elbtunnel in Hamburg-Bahrenfeld. Foto: Marcus Brandt/Archiv

(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Autofahrer in Hamburg werden seit jeher enorm auf die Probe gestellt. Der Ausbau der A7, die mitten durch die Stadt führt, verspricht Erleichterung. Vorher aber wird es noch einmal herausfordernd. Eine gute Nachricht haben die Planer dennoch.

Hamburg (dpa/lno) - Ob Autobahn, Bundesstraßen oder Stadtstraßen - zu bestimmten Zeiten wird die Geduld von Autofahrern in Hamburg enorm auf die Probe gestellt. Nun gibt es zumindest eine gute Nachricht für sie: Um massive Verkehrsstaus während des Ausbaus der Autobahn 7 in Hamburg-Altona zu verhindern, wird der Neubau mehrerer die A7 querender Stadtstraßen vorgezogen.

So sollen die Bundesstraße 431, die Behringstraße und die Bahrenfelder Chaussee, bereits 2022 neu gebaut, über Teile des dann im Bau befindlichen Deckels führen, wie Christian Merl, Verkehrskoordinator für den Ausbau der A7 bei der Verkehrsbehörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ursprünglich war der Abschluss dieser Bauarbeiten für 2025/26 geplant - zeitgleich mit der Fertigstellung des achtspurigen Lärmschutztunnels, dem sogenannten Altonaer Deckel. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

Nun aber haben sich die Planer gegen den Bau von Behelfsbrücken und für den einseitigen Abbruch der bestehenden Brücken entschieden. Der Verkehr wird deshalb nun in der Zeit auf den noch existierenden Brückenteil umgeleitet. Gleichzeitig sollen bereits die Teile des Lärmschutztunnels gebaut werden, über die die drei Querungen schließlich führen werden. "Damit wird die voll leistungsfähige Querung im Grunde vier Jahre früher fertiggestellt", sagte Merl.

Einfacher ist das Verfahren jedoch nicht. Im Gegenteil: Die über die A7 führende B431-Brücke ist längs und quer mit Spanngliedern im Brückenbeton verspannt. Wird die Brücke auf einer Fahrbahnseite der Länge nach durchgeschnitten und abgebrochen, müssen die Quer-Verspannungen abgefangen werden. "Sonst würde die Brücke einfach zusammen brechen. Dieser technische Vorgang ist sehr herausfordernd", sagte Merl. Inwiefern sich das auf die Kosten auswirkt, ist noch in Prüfung. Er ging aber davon aus, dass es keine Mehrkosten geben wird.

Längere Vollsperrungen werde es auch bei dieser Bauvariante nicht geben. Falls doch, werden sie wie üblich nachts und an den Wochenenden eingeplant. Für den Ausbau der 2,2 Kilometer langen A7 bei Altona sind Merl zufolge 340 Millionen Euro vorgesehen. Die Autobahn wird bei laufendem Verkehr ausgebaut und es sollen dabei alle Fahrspuren aufrecht erhalten werden.

Der Abschluss des zwölf Kilometer langen A7-Ausbaus in Hamburg ist zunächst für 2025/2026 geplant. Die Bauzeit werde im Zuge der laufenden Planungen konkretisiert. Die A7 in Hamburg gehört zu den am stärksten befahrenen Autobahnen bundesweit. In Stellingen fahren täglich 155 000 Autos, in Altona sind es 120 000 Autos pro Tag - Tendenz steigend.

Infos zum A7-Ausbau auf dem Hamburger Stadtportal

Infos zum Ausbau der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (Deges) zur A7 in Hamburg

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