Hamburg & Schleswig-HolsteinEinsturzgefahr: Weiteres Haus in Holstenstraße geräumt

Risse im Mauerwerk eines einsturzgefährdeten Altbaus in Hamburg-Altona wirken sich auch auf die Nachbargebäude aus. Nun müssen die Bewohner eines weiteren Hauses ihre Wohnungen verlassen.
Hamburg (dpa/lno) - Nachdem wegen Einsturzgefahr eines Altbaus in Hamburg-Altona bereits zwei Wohnhäuser geräumt werden mussten, haben die Behörden nun für ein weiteres Gebäude eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen. Betroffen sei das Gebäude in der Holstenstraße 191/193, sagte ein Sprecher des Bezirksamts der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet.
Vor zwei Wochen waren am Gebäude mit der Hausnummer 195/197 erhebliche Mängel festgestellt worden. Da bei einem Einsturz auch die Standfestigkeit des Nachbargebäudes mit der Hausnummer 199 gefährdet wäre, musste es ebenfalls geräumt werden.
Hauseigentümer will Gebäude abstützen
Nun habe man festgestellt, dass sich die an dem einsturzgefährdeten Haus (195/197) bereits vor zwei Wochen festgestellten Risse verändert hätten, sagte der Sprecher. Daraufhin habe ein Prüfstatiker das Gebäude untersucht. "Daraufhin ist aus Sicherheitsgründen entschieden worden, dass nun auch das nebenstehende Gebäude mit der Hausnummer 191/193 eine Nutzungsuntersagung erhält."
Den Angaben zufolge hat der Eigentümer des einsturzgefährdeten Hauses dem Bezirksamt mitgeteilt, das Gebäude abstützen zu wollen. "Außerdem geht aus den Informationen hervor, dass mit den entsprechenden Arbeiten in den kommenden Tagen begonnen werden soll", sagte der Sprecher.
Bewohner müssen erst einmal anderswo unterkommen
Hinsichtlich der Bewohner der Häuser sei grundsätzlich der Vermieter verpflichtet, im Schadensfall Ersatzwohnraum anzubieten oder entstehende Mehrkosten zu übernehmen.
Einige Bewohner hätten inzwischen bei der Abteilung für Wohnungsnotfälle des Bezirksamts einen Dringlichkeitsschein beantragt. "Eine öffentlich-rechtliche Unterbringung wurde bislang von keiner Person benötigt", sagte der Sprecher.