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SachsenNach Unwetter in Rathen: Basteiweg wieder geöffnet

07.08.2026, 16:26 Uhr
Umweltminsiter-Georg-Ludwig-von-Breitenbuch-und-Tourismusministerin-Barbara-Klepsch-beide-CDU-eroeffneten-den-Basteiweg-gemeinsam

Schnelle Aufräumarbeiten machen den beliebten Basteiweg wieder zugänglich. Wie geht es nun für andere Wanderwege und die Felsenbühne weiter?

Rathen (dpa/sn) - Eine Woche nach dem verheerenden Unwetter in der Sächsischen Schweiz mit einem Toten ist der Basteiweg wieder geöffnet. "Wir wollen positiv nach vorn schauen", sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) bei der Eröffnung in Rathen. In der Sächsischen Schweiz gebe es 1.000 Kilometer Wanderwege, 98 Prozent davon seien trotz der noch geltenden Sperrungen nach dem Unwetter bestens begehbar.

Das Interesse bei den Besuchern war groß: Vor der offiziellen Wiedereröffnung hatte sich am Zugang zum Basteiweg eine Schlange gebildet. Sobald der Zaun geöffnet war, machten sich Dutzende Ausflügler auf den Weg zu der beeindruckenden Felsformation.

Schäden nach heftigem Unwetter

Der Kurort Rathen - die heimliche "Hauptstadt" der Sächsischen Schweiz - war am Freitagabend der vergangenen Woche von einem kurzen und sehr heftigen Unwetter mit Gewitter, Sturm und Starkregen betroffen. Ein Mensch kam ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Das Gebäude der "Wanderrast" und die knapp 30 Ruderboote wurden bei dem Unwetter von umstürzenden Bäumen getroffen und verwüstet.

Auch der Zuschauer- und Bühnenbereich der Felsenbühne Rathen wurde beschädigt. Das Freilufttheater weicht mit seinen Vorstellungen vorerst auf verschiedene Bühnen und Veranstaltungsorte in Dresden aus.

Sachsenforst arbeitet seit Montag im gesperrten Gebiet

Sachsenforst arbeitet seit Montag mit 20 bis 30 Waldarbeitern, Maschinenführern und Nationalparkrangern an der Beseitigung der Sturmschäden, wie Daniel Thomann, Leiter des Wald- und Flächenmanagements der Nationalpark- und Forstverwaltung, sagte. Hinzu kommen externe Firmen, die an verschiedenen Stellen unterstützen.

Im nächsten Schritt machen die Arbeiter die Felsenbühne, den Amselsee und die Umgebung mit spezieller Technik wieder sicher und befreien sie vom Schadholz. Schon in der kommenden Woche werde es weitere Eröffnungen geben, so Thomann.

Den Einsatzkräften von Freiwilliger Feuerwehr, Bergwacht und dem Deutschen Roten Kreuz sprach Klepsch ihren allerhöchsten Respekt für ihr Engagement aus. Dem Sachsenforst und der Nationalparkverwaltung dankte die Ministerin für die Aufräumarbeiten.

Einer der wichtigsten Wege wieder frei

Mit dem Basteiweg, der von Rathen zur Bastei führt, ist nun einer der wichtigsten Wanderwege wieder freigegeben. Große Teile des Schadensgebiets bleiben zunächst gesperrt, unter anderem die Wanderwege Schwedenlöcher, Amselgrund. "Diese Eröffnung des Weges zur Bastei ist wieder eine große Errungenschaft, die zeigt, wie schnell hier die Behörden in der Lage waren zu reagieren", sagte Landrat Michael Geisler (CDU). Er lud ein, in die Region zu kommen und damit Solidarität zum Ausdruck zu bringen. "Die Gastronomie und Herbergen erwarten Sie."

"Hier wurden Kräfte zusammengezogen. Wir haben einen Technikstützpunkt in Königstein, der mitgeholfen hat, aber auch viele Waldarbeiter konnten hier konzentriert werden, um jetzt hier die Wege freizuräumen", ergänzte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU). Man habe damit ein Zeichen der Hilfsbereitschaft für die Region gesetzt. "Wir bringen das wieder in Ordnung, es bleibt schön hier", sagte von Breitenbuch.

Schwierige Bedingungen verzögern Arbeiten

Bis alle Schäden behoben sind, werde es wegen der schwierigen Bedingungen im felsigen Gelände eine Weile dauern, erklärte Thomann. "Durch diese Felsen, Steilhänge, schmalen Wege ist das Arbeiten mit Forstmaschinen natürlich deutlich erschwert."

Die Arbeiter müssten viel mit der Hand anpacken und umgeworfene Bäume an Hängen und Wegen mit Motorsägen zerkleinern. "Es ist ein sehr vorsichtiges, umsichtiges Arbeiten erforderlich, auch mit einer gewissen Maschinenunterstützung, damit unsere Arbeiter, die hier tätig sind, nicht in Gefahr kommen."

Rathens Bürgermeister Roman Rolof zeigte sich zufrieden mit den Fortschritten der vergangenen Tage: "Der Starkregen ist noch nicht mal eine Woche vorbei und wir haben hier das eine oder andere in die Reihe gebracht." Er sei optimistisch, dass auch die Bergwacht schnell wieder voll einsatzfähig sein werde. Auch die betroffenen touristischen Dienstleister werde man schnell wieder ans Netz bringen können.

Quelle: dpa

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