Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-HolsteinFavoriten nach Mastbruch im Wettlauf gegen die Zeit

28.04.2023, 12:33 Uhr
Links-im-Bild-ist-das-Schweizer-Team-Holcim-PRB-beim-Start-in-das-14-Ocean-Race-zu-sehen
(Foto: Alberto Saiz/AP/dpa)

Rio de Janeiro (dpa/lno) - Einen Tag nach dem Mastbruch im Ocean Race läuft für das Schweizer Team Holcim-PRB der Wettlauf gegen die Zeit. Die Crew um Skipper Kevin Escoffier will schnellstmöglich wieder ins Rennen einsteigen. Der Mast der "Holcim-PRB" war am frühen Morgen des 27. April in mehrere Teile gebrochen, weil ein Segelbefestigungssystem zuvor gebrochen war. Die vierköpfige Mannschaft und eine Reporterin an Bord blieben unverletzt.

Das favorisierte Team hat inzwischen entschieden, Rio de Janeiro unter Motor und Notrigg anzulaufen. Im Idealfall würde ein bereitliegender Ersatzmast dorthin geflogen und schnellstmöglich ins Boot gestellt werden. Sodann könnte die Crew wieder zu dem Punkt kommen, wo sie das Rennen unterbrochen hat und die vierte Etappe fortsetzen. So könnte "Holcim-PRB" einen Punkt retten und die Gesamtführung bei der Weltumseglung verteidigen.

Weil aber der Startschuss zur fünften Etappe nach kurzem Zwischenstopp der Flotte im US-Hafen Newport bereits am 21. Mai fällt, könnte es für Kevin Escoffier knapp werden. "Wir werden sehr hart dafür arbeiten, ins Rennen zurückzukehren", sagte der Franzose. Alternative Lösungsszenarien sehen einen Schiffstransport der Renn-Yacht nach Newport oder direkt in den übernächsten Ocean-Race-Hafen Aarhus in Dänemark vor. Boris Herrmann, der auf dieser Etappe pausiert, steht mit Escoffier in Kontakt und sagte: "Wir haben unsere Unterstützung signalisiert und hoffen sehr, dass Kevins Team schnell wieder ins Rennen zurückkommen kann."

Auf Etappe vier verteidigte am fünften Tag das US-Team 11th Hour Racing eine knappe Führung vor Boris Herrmanns Team Malizia. Zehn Seemeilen hinter den Spitzenreitern lieferten sich am Freitagmittag Team Guyot mit dem Berliner Co-Skipper Robert Stanjek und das französische Team Biotherm ein spannendes Duell im Südatlantik. Bis Newport hatte das Feld noch rund 4200 Seemeilen zu absolvieren.

Quelle: dpa

Regionales