Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Flüchtlingsrat: Nicht alle Familien bekommen Kinderbonus

dpa_Regio_Dummy_HamburgSchleswigHolstein.png

Kiel (dpa/lno) - Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein hat kritisiert, dass nicht alle Flüchtlingsfamilien den Corona-Kinderbonus erhalten. Familien mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung seien ebenso wie Familien mit verschiedenen humanitären Aufenthaltstiteln ausgeschlossen, teilte der Flüchtlingsrat am Mittwoch mit. Damit treffe es diejenigen besonders hart, die ohnehin besonders von Armut und Exklusion betroffen seien. Die hier lebenden Geflüchteten sollten zwar Integrationsleistungen erbringen und alle Lasten mittragen, sie seien bei gleichem Leidensdruck unter der Pandemie aber von einer sozialen Anerkennung wie dem Kinderbonus ausgeschlossen seien, kritisierte der Flüchtlingsrat.

Seit Montag zahlen die Familienkassen den Kinderbonus schrittweise aus. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird er automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben. Geflüchtete haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit nur Anspruch auf Kindergeld, wenn sie unanfechtbar anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte sind.

Insgesamt sollen für rund 18 Millionen Kinder jeweils 300 Euro fließen. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte die Maßnahme im Rahmen ihres Konjunkturpakets gegen die Folgen der Corona-Krise beschlossen.

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.