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Nordrhein-WestfalenEntsetzen in NRW über Angriff bei CSD - Wüst: "abscheulich"

26.07.2026, 10:35 Uhr
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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Bei einem tödlichen Angriff am Rande des CSD in Berlin rückt ein islamistischer Hintergrund in den Fokus. Auch in Nordrhein-Westfalen erschüttert die Tat.

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den tödlichen Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner CSD als "abscheulichen Angriff auf unsere Freiheit" verurteilt. Die schreckliche Tat sei erfolgt während Hunderttausende Menschen friedlich für eine offene und vielfältige Gesellschaft feierten, schrieb der CDU-Regierungschef auf der Plattform X. "Meine Gedanken sind bei den Betroffenen, ihren Angehörigen & den Einsatzkräften."

Mindestens eine Tote und zahlreiche Verletzte

Am Rande der Großveranstaltung war am Samstag ein Auto in eine Menschenmenge gefahren, mindestens eine Frau wurde getötet. Weitere 16 Menschen wurden verletzt, mehrere davon lebensbedrohlich. Der Fahrer floh. Die Polizei sucht einen Tatverdächtigen, der der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet wird. Ermittelt wird "aufgrund des Verdachts eines Anschlags".

Innenminister Reul will Polizei verstärkt sensibilisieren

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Der mutmaßliche Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin macht erneut deutlich, welche Gefahr von islamistischen Einzeltätern ausgeht - Menschen, die ohne Vorwarnung losziehen und Anschläge begehen."

Er kündigte als Konsequenz an: "Wir werden aktuell die Polizei im Land für die laufenden und anstehenden Veranstaltungen und Feste noch einmal sensibilisieren." Klar sei: "Wir dürfen uns unsere Freiheit, unser öffentliches Leben und unsere Feste nicht von Terroristen nehmen lassen. Genau das wäre ihr Ziel - und genau das werden wir nicht zulassen."

Entsetzte Stimmen auch von Opposition

"Der abscheuliche Anschlag auf den CSD in Berlin macht mich wütend und tief betroffen", sagte FDP-Landespartei- und Fraktionschef Hennig Höne. Islamismus müsse gezielt bekämpft werden. Zugleich kritisierte er: "Der Staat versagt bei zentralen Sicherheitsaufgaben, wenn es immer wieder das gleiche Bild gibt: Der Verdächtige ist den Sicherheitsbehörden bekannt und wird dem islamistischen Milieu zugerechnet."

AfD-Vize-Fraktionschef Sven Tritschler postete auf X, er möge den CSD zwar nicht, aber in Deutschland müsse jeder "für alles auf die Straße gehen" dürfen. "Das Gift des Islamismus" stelle diese Grundüberzeugung infrage, monierte Tritschler, der auch Bundesparteivize ist.

Quelle: dpa

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