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Hamburg & Schleswig-HolsteinGeplantes Ammoniakterminal im Hamburger Hafen kommt voran

12.07.2023, 15:50 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Die Vorarbeiten für das geplante große Importterminal für "grünes" Ammoniak im Hamburger Hafen gehen voran. Das Energieunternehmen Mabanaft hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch die erforderlichen Baumaßnahmen in einer sogenannten Antragskonferenz bei der Umweltbehörde der Hansestadt dargelegt.

Im nächsten Schritt werde Mabanaft die Genehmigungsunterlagen einreichen und damit das Genehmigungsverfahren einleiten. Dazu sei eine Risikoanalyse absolviert worden. Überprüft wurden gemeinsam mit der Hafenbehörde HPA mögliche nautische Risiken beim Betrieb des Terminals und beim An- und Ablaufen sehr großer Gastanker.

Das Hamburger Unternehmen will zusammen mit dem US-Industriegaseproduzent Air Products als "Ankerkunden" ein großes Importterminal für "grünen" Wasserstoff bauen. Am Tanklager der Mabanaft-Tochter Oiltanking Deutschland in Wilhelmsburg soll von 2026 an "grüner" Ammoniak zum Teil in "grünen" Wasserstoff umgewandelt, zum anderen Teil als Bunkerkraftstoff vertrieben werden. Die Investitionen waren auf zunächst 500 Millionen Euro beziffert worden, sollen später aber auf rund eine Milliarde Euro verdoppelt werden. Für das Terminal soll zunächst ein 55.000 Tonnen fassendes Ammoniaklager gebaut werden. Das Lager soll durch Importe aus Saudi-Arabien befüllt werden. Dort soll erst aus Sonnenenergie Wasserstoff produziert werden, der dann in Ammoniak umgewandelt wird.

"Das Ammoniak-Importterminal ist der erste Schritt zum Aufbau von New Energy Gate, einem Terminal für nachhaltige Wasserstoffprodukte, das für Hamburg den Import von großen Mengen klimafreundlicher Energie möglich macht", sagte Mabanaft-Manager Volker Ebeling. "Mit der Antragskonferenz vor der BUKEA (Umweltbehörde) kommen wir diesem Ziel ein wesentliches Stück näher."

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte von einer Wegmarke für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland gesprochen. Wasserstoff, der unter Einsatz erneuerbarer Energien wie Wind- oder Solarstrom gewonnen wird, gilt als CO2-freier Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel.

Quelle: dpa

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