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Hamburg & Schleswig-HolsteinGestrandeter Wal sorgt für Aufsehen am Timmendorfer Strand

23.03.2026, 13:02 Uhr
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Ein gestrandeter Wal zieht am Timmendorfer Strand viele Schaulustige an. Für einige geht ein Traum in Erfüllung. Die Polizei bittet um Ruhe für das Tier.

Timmendorfer Strand (dpa/lno) - Mit Brummen und tiefem Atem macht der große Meeressäuger auf sich aufmerksam – der gestrandete Wal in Timmendorfer Strand hat zahlreiche Schaulustige an die Ostseeküste gezogen. "Ich bin total überwältigt, so ein großes Tier zu sehen", sagte Jörg Wasmus, der mit seiner Familie aus Braunschweig schon am vergangenen Wochenende ans Meer gefahren war.

"Ich hatte immer den Traum, einen Wal zu sehen, aber dass es so traurig ist, eigentlich schade drum", führte Wasmus weiter aus. Als er am Morgen im Internet von dem gestrandeten Tier las, fuhr er mit seinen Enkeln sofort zum Strand. Sie wollten sehen, "wie es dem armen Kerl geht", erklärte er.

Das Tier wurde in der Nacht zum Montag laut Polizei im Wasser vor dem Ortsteil Niendorf in Timmendorfer Strand entdeckt. "Der Wal bewegt sich leicht und man hört Atemgeräusche und leichtes Brummen", sagte ein dpa-Reporter. Zahlreiche Schaulustige - darunter einige Kinder - beobachten das Spektakel von einer Mole aus - einige von ihnen fotografieren auch.

Polizei: Das Tier braucht Ruhe

"Das Wichtigste für das Tier ist es jetzt, dass es hier viel Ruhe erfährt", sagte ein Sprecher der Polizei. Daher sei der Bereich um den Wal weiträumig abgesperrt. Nun werde weiter auf die Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung und deren Einschätzung gewartet. "Da muss man nachher irgendwie dann schauen, wie das Ganze weitergeht und ob der dann vielleicht wieder zurück ins Wasser gezogen wird", erklärte der Sprecher.

Auch beim Hafenbetrieb gebe es Einschränkungen. So sollten sich Schwimmer, Boote und weitere Wasserfahrzeuge nicht dem Wal nähern. "Man soll diese Stelle möglichst weit umfahren", betonte der Sprecher. Dabei soll ein Schiff der Küstenwache die seeseitige Absicherung gewährleisten.

Experten des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) wollen das Tier in der Ostsee begutachten. Zunächst möchten die Fachleute sich das Tier genauer anschauen, vermutlich von einem Boot aus, sagte Joseph Schnitzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITAW, der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sei es wichtig, dass das Tier nicht noch zusätzlich gestresst wird.

Quelle: dpa

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