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Hamburg & Schleswig-Holstein Haftstrafen und Freisprüche im Prozess um Überfall

Eine Figur der blinden Justitia.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild)

Kiel (dpa/lno) - Wegen eines lebensgefährlichen Überfalls mit Axt, Fleischermesser und zwei Schlagstöcken hat das Landgericht Kiel am Mittwoch Haftstrafen gegen sieben Männer verhängt. Die Angeklagten, die laut Urteil im April vergangenen Jahres einen damals 31-Jährigen schwer verletzten, wurden nach Angaben einer Gerichtssprecherin zu Strafen zwischen drei Jahren und zwei Monaten und viereinhalb Jahren verurteilt. Zwei Angeklagte wurden demnach freigesprochen. Das Gericht entsprach damit weitgehend den Anträgen der Staatsanwältin.

Laut Anklage verfolgten die Männer im Alter zwischen 23 und 35 Jahren ihr Opfer nachts nach einem Streit in einer Shisha-Bar. Auf dem Kieler Venetaplatz stürzten sie sich dann am 25. April 2021 auf den Mann und attackierten ihn.

Die Staatsanwältin hatte für vier der Angeklagten wegen versuchten Totschlags Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren und acht Monaten sowie viereinhalb Jahren gefordert. Für drei mutmaßliche Mittäter plädierte sie wegen gefährlicher Körperverletzung auf Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und acht Monaten und drei Jahren. Auch sie beantragte für zwei der Angeklagten Freisprüche. Die Verteidiger verlangten dagegen maximal Bewährungsstrafen beziehungsweise Freisprüche. 

Das damals 31 Jahre alte Opfer der Gewaltattacke erlitt unter anderem ein offenes Schädel-Hirn-Trauma, eine Kieferfraktur sowie Stiche und Schnitte in Gesicht und Rücken. Er schwebte in akuter Lebensgefahr und musste notoperiert werden.

Quelle: dpa

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