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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburg-Nord verbietet wilde Kanulagerung an Gewässern

13.05.2026, 15:22 Uhr
Wild-gelagerte-Boote-im-Uferbereich-schaden-der-Natur-und-sehen-nicht-gut-aus-sagt-Umweltsenatorin-Katharina-Fegebank
(Foto: Katrin Luxenburger/dpa)

Viele Hamburger haben ein Kanu, aber nur die wenigsten ein Wassergrundstück oder einen Bootsschuppen. Mancher lässt sein Gefährt einfach am Ufer liegen. Im Bezirk Nord ist das nun nicht mehr erlaubt.

Hamburg (dpa/lno) - Der Bezirk Hamburg-Nord verbietet das wilde Lagern von Kanus, Kajaks und Stand-up-Paddelboards im Uferbereich von Kanälen und Teichen. Bis Ende Juni haben die Besitzer Zeit, ihre Boote und Boards aus den Grünanlagen an vier besonders betroffenen Gewässern zu holen. Danach werde das Bezirksamt die Wassersportgeräte entfernen und - je nach Zustand - entsorgen oder einlagern lassen, teilte die Umweltbehörde mit. Wer dann sein Boot oder Board zurückhaben will, muss eine Gebühr bezahlen.

Am Barmbeker Stichkanal, dem Eppendorfer Mühlenteich, am Goldbekkanal und am Kuhmühlenteich sollen Hinweisschilder aufgestellt werden. "Wassersportgeräte dürfen nicht in den Uferbereichen und Grünanlagen abgestellt werden: Das schadet der Natur und Tierwelt, behindert die Pflege der Pflanzen und sieht auch einfach nicht gut aus", sagte Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne), die selbst gern auf der Alster und den Kanälen unterwegs ist, bei einem Termin am Kuhmühlenteich im Stadtteil Hohenfelde.

Nach Angaben des Bezirksamts haben in den vergangenen Jahren wild abgestellte Wassersportgeräte die Uferbereiche rund um die Kanäle und die Außenalster stark belastet. "Mit der neuen Regelung schaffen wir nicht nur ein schöneres Stadtbild, sondern geben auch der Natur am Ufer wieder Raum zum Atmen", sagte Hamburgs Schwanenvater Olaf Nieß.

Die sechs übrigen Hamburger Bezirke haben bislang kein solches Verbot ausgesprochen, wie es aus der Umweltbehörde hieß. Es gilt darum ab Ende Juni nur an den vier Hotspots im Bezirk Nord.

Quelle: dpa

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