Hamburg & Schleswig-HolsteinNach den Baggern kommt das Moor zurück

Im Grotmoor entsteht auf fast 96 Hektar ein neu belebtes Moorgebiet. Ziel: Torfmoose sollen wachsen - und Treibhausgase reduziert werden. Wie Bagger und Dämme dabei helfen.
Heidmoor (dpa/lno) - Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten haben eine weitere große Moorrenaturierung im Kreis Segeberg begonnen. Auf einer fast 96 Hektar großen Fläche der Landesforsten im Grotmoor in der Gemeinde Heidmoor schütten Bagger Dämme auf mehr als neun Kilometern Länge auf, damit künftig Regenwasser aus dem Bereich nicht mehr abfließt.
Ziel ist nach Angaben der Stiftung Naturschutz, das Wachstum von Torfmoosen wieder in Gang zu bringen und die Oxidation von Torf zu beenden. Die Einsparung von Treibhausgasen liegt den Angaben zufolge bei rund 1.200 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. In einem ersten Abschnitt waren 2022 und 2023 bereits gut 73 Hektar der mit insgesamt 600 Hektar größten Moorfläche Schleswig-Holsteins vernässt worden. Intakte Moore sind auch wertvolle Lebensräume für Tiere wie Kreuzotter, Ringelnatter, Moorfrosch, Feldlerche und Bekassine.
Ministerin und Minister loben das gemeinsame Projekt
"Im Grotmoor verbinden wir naturnahe Waldwirtschaft und konsequenten Moorschutz miteinander", unterstrich Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU). Sie besuchte die Baustelle gemeinsam mit Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne), dem Direktor der Landesforsten, Chris Freise, und dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Stiftung Naturschutz, Ute Ojowski. Goldschmidt betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: "Das gilt auch für den Moorschutz."