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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburger Jobcenter registrieren mehr Widersprüche

23.08.2026, 05:02 Uhr
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Hängt der Anstieg mit Künstlicher Intelligenz zusammen? Die Hamburger Behörde sagt: Es könne nicht bewertet werden, wie die Texte formuliert würden. Doch andere sehen einen Zusammenhang.

Hamburg (dpa/lno) - Hamburger Jobcenter registrieren zunehmende Widersprüche gegen Bescheide. Ob Antragsteller vermehrt Künstliche Intelligenz (KI) nutzten, um Widersprüche zu formulieren, könne aber nicht bewertet werden, sagte die Sprecherin der Hamburger Jobcenter-Zentrale. Die Zahl der Widersprüche stieg der Sprecherin zufolge im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent.

Die Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, hatte jüngst dem Deutschlandfunk gesagt, dass es einen Anstieg an Widerspruchsverfahren gebe. Die Zunahme begründete sie mit der Nutzung von KI. Die Widersprüche seien teils mehrere Seiten lang, was den Mitarbeitern Aufwand bereite.

Jobcenter betreuen Bezieher von Grundsicherung. In Hamburg gibt es außer der Zentrale 18 reguläre Center sowie 4 spezialisierte Standorte für Zugewanderte, Selbstständige, schwerbehinderte Menschen und Wohnungslose. Träger sind die Bundesagentur für Arbeit und die Stadt.

Jobcenter entscheiden in der Regel schriftlich über Anträge, in denen Leistungen beansprucht werden. Ist ein Antragsteller mit der Entscheidung des Amts nicht einverstanden, kann er innerhalb eines Monats Widerspruch erheben. Den Widerspruch kann der Antragsteller begründen.

Mehr Widersprüche auch in Schleswig-Holstein

Die "Kieler Nachrichten" berichteten mit Verweis auf die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, dass auch die Jobcenter in Schleswig-Holstein zunehmende Widersprüche verzeichneten. "Es ist wahrscheinlich, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Widersprüche KI-basiert generiert wurde", bilanzierte die Regionaldirektion dem Bericht zufolge.

Quelle: dpa

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